Zum Inhalt

19. Cholesterin und die Alzheimer Krankheit

  • 2022
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hohe Cholesterinspiegel begünstigen auch die Entstehung der Alzheimer-Krankheit (Ngandu et al. 2015). Diese ist weltweit die am häufigsten vorkommende Form von Demenz, an ihr leiden in Deutschland unter den insgesamt etwa 1,7 Millionen Demenzkranken ca. 1,2 Millionen Menschen (Kap. 44 und 63). Neben funktionsuntüchtigen Tau-Proteinen in den neurofibrillären Bündeln sind es besonders die Ablagerungen des 42 Aminosäuren langen ß-Amyloid-Peptids A-Beta-42, die ursächlich für die Erkrankung sind und die vor allem im Limbischen System, Neocortex und Hippocampus vorkommen (Bateman et al. 2012). Im Hippocampus werden z. B. die wichtigen Informationen vom Kurz.- ins Langzeitgedächtnis übertragen (Kap. 102). Das A-Beta-42-Peptid entsteht durch Spaltung eines membrangebundenen Amyloid-Vorläuferproteins in Gegenwart des Enzyms Gamma-Sekretase. Das „gamma-secretase-activating-protein“ steigert die Aktivität der Gamma-Sekretase (He et al. 2010), aber auch membrangebundenes Cholesterin tut dies mit der Folge, dass erhöhte Cholesterinspiegel oft mit einer vermehrten Amyloid-Plaque-Bildung einhergehen (Habchi et al. 2018).
Titel
Cholesterin und die Alzheimer Krankheit
Verfasst von
Dietger Mathias
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-64209-2_19
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.