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01.12.2012 | Konzepte - Qualitätsmanagement | Ausgabe 8/2012

Notfall +  Rettungsmedizin 8/2012

Alpines Rettungskonzept der Bergwacht Bayern bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2011

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 8/2012
Autoren:
Prof. Dr. V. Lischke, A. Berner, Ch. Schaller

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Bergwacht Bayern (BW) wurde vom Internationalen Ski Verband (FIS) offiziell mit der rettungstechnischen Betreuung aller Renn- und Trainingsläufe im alpinen Gelände während der Alpinen Skiweltmeisterschaft 2011 (AS-WM-2011) in Garmisch-Partenkirchen (Deutschland) beauftragt. Gemäß dem medizinischen Leitfaden der FIS muss jeder schwer verletzte Wettkämpfer innerhalb von maximal 4 min von einem „Trauma-Team“ erreicht werden.

Methodik

Maximal 38 BW-Einsatzkräfte (BW-EK) und 9 BW-Notärzte (BW-NÄ) mit „Advanced Cardiac Life Support“ und/oder „Advanced Trauma Life Support“ und/oder „Advanced Airway Management“ Qualifikation waren während jedem Renn-Trainingslauf als „Trauma-Teams“ im Einsatz. Ein Rettungstransporthubschrauber (RTH) war in der Nähe des Zielbereiches exklusiv für die Rennläufe stationiert.

Ergebnisse

Insgesamt starteten 1211 männliche und 675 weibliche Athleten, zusätzlich waren ca. 1300 freiwillige Helfer sowie ca. 2195 akkreditierte Medienvertreter im alpinen Gelände bei der AS-WM-2011 tätig. Bei 6 Rennunfällen versorgten BW-EK bzw. BW-NÄ verunfallte Athleten mit „National Advisory Committee for Aeronautics“ (NACA) Schweregrad-I–II-Verletzungen. Zusätzlich wurden insgesamt 5 freiwillige Helfer mit NACA-I–III-Verletzungen mittels Akja bzw. RTH von der Unfallstelle abtransportiert. Im alpinen Zuschauerbereich entlang der Rennpisten mussten insgesamt 3 Zuschauer mit NACA Schweregrad-I–III-Verletzungen von BW-EK bzw. BW-NÄ versorgt und abtransportiert werden.

Schlussfolgerung

Die rettungstechnische Versorgung der AS-WM-2011 in winterlichem, alpinem Gelände mit vielen beteiligten Athleten, freiwilligen Helfern und Medienvertretern erforderte den Einsatz hochqualifizierter BW-EK und BW-NÄ, auch wenn meistens nur geringfügige Verletzungsmuster versorgt werden mussten.

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