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13.11.2019 | Übersichten

Wirksamkeit von Interventionen zur Stärkung kognitiver Ressourcen bei Bewohnenden in Pflegeheimen

Eine systematische Übersichtsarbeit und Netzwerkmetaanalyse

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Autoren:
C. Wöhl, H. Siebert, B. Blättner
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (https://​doi.​org/​10.​1007/​s00391-019-01654-9) enthalten.

Studienregistrierung

CRD42018092985

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Stärkung kognitiver Ressourcen von Bewohnenden im Setting stationärer Pflege ist ein wichtiges Ziel präventiver Aktivitäten. Zielsetzung dieser systematischen Übersichtsarbeit ist die Beantwortung der Frage, welche Intervention bei stationär Pflegebedürftigen am wirksamsten ist, um ihre kognitiven Ressourcen zu stärken.

Methodik

Die systematische Literaturrecherche erfolgte in der Cochrane Library und den Datenbanken MEDLINE (PubMed), Embase, CINAHL, PsycINFO und PEDro. Es wurden Referenzverzeichnisse der als relevant eingestuften Veröffentlichungen durchgesehen und Studienregister durchsucht. Die Literaturselektion, Datenextraktion und Einschätzung der Studienqualität wurden im Vier-Augen-Prinzip vorgenommen. Eine frequentistische Netzwerkmetaanalyse mit zufälligen Effekten wurde durchgeführt.

Ergebnisse

Es wurden 29 Studien mit 1816 Teilnehmenden eingeschlossen. Sowohl körperliche Aktivität (Standardisierte Mittelwertdifferenz [SMD] = 0,70, 95 %-Konfidenzintervall [KI] 0,35–1,06, p < 0,001) als auch kognitive Aktivität (SMD = 0,61, 95 %-KI 0,22–1,01, p < 0,01) waren der üblichen Versorgung statistisch signifikant hinsichtlich der Stärkung kognitiver Ressourcen überlegen. Die Effekte von körperlicher und kognitiver Aktivität auf die kognitiven Ressourcen unterschieden sich statistisch nichtsignifikant voneinander. Zudem zeigten weder körperliche noch kognitive Aktivität im Vergleich mit sozialen Aktivitäten statistisch signifikant bessere kognitive Ressourcen bei stationär Pflegebedürftigen.

Schlussfolgerung

Es gibt Hinweise, dass die kognitiven Ressourcen von Bewohnenden im Setting stationärer Pflege sowohl durch körperliche Aktivität als auch kognitive Aktivität gestärkt werden können. Aufgrund einer insgesamt niedrigen Evidenzgüte sind qualitativ hochwertige Studien für die Überprüfung der Robustheit der statistischen Ergebnisse notwendig.

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