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06.03.2018 | Politik | Nachrichten

DBfK: Probleme der Pflege dulden keinen Aufschub

Nach dem Votum der SPD-Basis für eine Große Koalition will der designierte Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn (CDU), das Thema Pflege schnell angehen. Das sei auch dringend notwendig, erklärt der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK).

Prof. Christel Bienstein, Präsidentin des DBfK © privatProf. Christel Bienstein, Präsidentin des DBfK

Gegenüber dem Radiosender SWR Aktuell äußerte Jens Spahn, bei der Pflege und Digitalisierung auf das Tempo drücken zu wollen. Es sei wichtig, „dass wir die Themen jetzt endlich umsetzen und nicht mehr nur darüber verhandeln“.

Dass die Probleme in der Pflege keinen Aufschub dulden, machte gestern auch der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) unmissverständlich klar. Für Gegenwart und Zukunft der Menschen in Deutschland müsse die neue Regierung die drängenden Probleme vernünftigen Lösungen zuführen, erklärte DBfK-Präsidentin Professor Christel Bienstein.

Weiter so ist keine Option für die Pflege

Verbesserungen forderte sie „vor allem und zuerst“ in punkto Personalbemessung. Ein „Weiter so“ mit dem Verweis auf den leergefegten Arbeitsmarkt lasse sie nicht gelten, so Bienstein und plädierte unter anderem für Maßnahmen gegen das vorzeitige Ausscheiden vieler Pflegekräfte aus ihrem Beruf. 

„Der Pflegefachkräftemangel in Deutschland lässt sich nur beheben, wenn endlich die Berufsflucht gestoppt und gute, gesunde und gesetzeskonforme Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden“, erklärte die DBfK-Präsidentin. Hier seien neue Ideen und innovative Konzepte, aber auch strikte Vorgaben der Politik gefragt. „Und“, machte Bienstein deutlich, „sie werden Geld kosten müssen. Geld, das man der Pflege jahrelang vorenthalten hat“.

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