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12. Kontraktur

  • 2016
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Eine Kontraktur ist eine dauerhafte Verkürzung von Muskeln, Sehnen, Bändern, Faszien und/oder Schrumpfung der Gelenkskapsel und/oder Verwachsungen der Gelenkflächen. Die Funktion und Bewegung des Gelenks sind dabei irreversibel eingeschränkt. Das Gelenk befindet sich in einer Zwangshaltung, die die betroffene Person nicht aufheben kann, verbunden mit Schmerzen. Kontrakturen entstehen durch die Ruhigstellung eines Gelenkes, es kommt zur Atrophie und einem bindegewebigen Umbau, was mit einer Minderung der Beweglichkeit und der Belastbarkeit aller am Gelenk beteiligten Gewebe einhergeht. Die Einschränkungen in der Beweglichkeit treten bereits nach weniger als einem Monat Immobilisation auf. Am Ende dieser pathologischen Prozesse entstehen knöcherne Verwachsungen der Gelenke, welche zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen führt, sodass es dann zum völligen Bewegungsverlust kommt.
Titel
Kontraktur
Verfasst von
Waltraud Steigele
Copyright-Jahr
2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-47271-2_12