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15. Knochenbiopsie

  • 2021
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  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

  • Die Entnahme der Knochen(mark)biopsie erfolgt heute unproblematisch am hinteren Beckenkamm mittels der Jamshidi-Nadel. Gleichzeitig kann auch Knochenmark über die gleiche Nadel aspiriert werden.
  • Die Einbettung der Biopsie erfolgt idealerweise mittels Methylmetacrylat, um die Entkalkungsprozedur zu vermeiden und qualitativ hochwertige Semidünnschnitte herzustellen.
  • Indikationen für eine histologische Abklärung sind insbesondere gastroenterologische Osteopathien (Osteomalazie, sekundärer Hyperparathreoidismus), renale Osteopathien, hämatologische Systemerkrankungen (Osteomyelosklerose) und metastasierende Erkrankungen (Mammakarzinom).
  • Histologische Spezialfärbungen und Immunhistologie erlauben eine spezifische Diagnose zahlreicher maligner Erkrankungen des Knochens und des Knochenmarkes. Die früher verwendete Tetrazyklinmarkierung ist heute durch den Einsatz spezifischerAntikörper (z. B. Kollagentypisierung) ersetzt worden.
  • Quantitative Analysen zahlreicher Knochen- und Knochenmarkparameter (Histomorphometrie) werden v. a. in Therapiestudien durchgeführt. Diese sind aber zeitintensiv, geräteaufwändig und in der Praxis entbehrlich.
Titel
Knochenbiopsie
Verfasst von
Reiner Bartl
Christoph Bartl
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62528-6_15
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