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19. Hormonersatztherapie und selektive Östrogenrezeptormodulatoren

  • 2021
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

  • Die Hormonersatztherapie (HRT) und selektive Östrogenrezeptormodulatoren (SERMs) haben bei Östrogenmangelsituationen einen positiven Effekt auf das Skelett, indem sie das Frakturrisiko bei postmenopausalen Frauen signifikant senken.
  • Der Einsatz von HRT ist allerdings wegen der bekannten Nebenwirkungen (z. B. Thromboseneigung, Brustkrebsrisiko) in der Behandlung der Osteoporose eingeschränkt. Daher gilt „for symptoms only“.
  • HRT gilt als erste Wahl für den Schutz der Knochengesundheit bei Mädchen mit Anorexia nervosa.
  • SERMs wie z. B. Raloxifen sind sinnvoll bei postmenopausalen Frauen mit gering ausgeprägter Osteoporose und erhöhtem Brustkrebsrisiko. Vor allem das Brustkrebsrisiko nimmt unter Raloxifen deutlich ab (54 – 74 %). Extravertebrale Frakturen werden jedoch nicht signifikant reduziert.
  • Eine Langzeittherapie mit HRT oder SERMs ist wegen möglicher Nebenwirkungen (z. B. kardiovaskuläre Erkrankungen) grundsätzlich zu vermeiden.
  • Testosteron ist die Therapie der Wahl beim Hypogonadismus des Mannes. Das Hormon kann kombiniert werden mit anderen Medikamenten zum Wiederaufbau der Knochendichte.
  • Die Anwendung von Anabolika ist sinnvoll bei muskelschwachen bis kachektischen Patienten. Die Behandlungszeit sollte auf 3 Jahre begrenzt bleiben.
Titel
Hormonersatztherapie und selektive Östrogenrezeptormodulatoren
Verfasst von
Reiner Bartl
Christoph Bartl
Copyright-Jahr
2021
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-62528-6_19
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