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5. Homunculus

  • 2016
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Über die Extremitäten werden sehr viele Informationen an das Gehirn weitergeleitet, z. B. Wärme, Druck, Berührung, Lageempfinden, Schmerz. Eine gezielte Hautstimulation soll den Körper anregen, aktivieren, bzw. das Körperbild wieder komplettieren. Der berühmte »Penfield-Homunculus«, die bildhafte Darstellung des motorischen und somatosensorischen Kortex, ist Namensgeber dieser Pflegetherapie. Ihr Ziel ist es, durch gezielte Einreibungen der Hände und Füße sowie der taktilen Stimulation, mit festgelegter Technik und Rhythmus, zeitlicher Ordnung und vorgegebenem Berührungsschema, die kortikale Potenz wahrnehmungsbeeinträchtigter Menschen aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Der Tastsinn – taktil und haptisch – fordert die Fähigkeiten des Gehirns besonders heraus, da zwischen Sensorik und Motorik eine permanente Koordinationsleistung erbracht werden muss.
Titel
Homunculus
Verfasst von
Waltraud Steigele
Copyright-Jahr
2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-47271-2_5