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80. Ausdauersport und die Temperaturregulation

  • 2022
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:

Zusammenfassung

Körperliche Leistungen gehen immer mit einer erhöhten Wärmeentwicklung einher, weil die chemische Energie der Nahrungsstoffe lediglich mit einem Wirkungsgrad von gut 40 % in Arbeit umgewandelt werden kann (Kap. 6). Da wir nur in einem eng geregelten Temperaturbereich überlebensfähig sind, muss das Zuviel an Wärme umgehend wieder abgeführt werden. Bei körperlichen Anstrengungen oder hohen Umgebungstemperaturen spielen Strahlung oder Konvektion hierfür nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind dann vielmehr die Gefäßerweiterungen und die Schweißproduktion in den 2–4 Millionen ekkrinen Schweißdrüsen mit angeschlossener Verdunstungskühlung. Auf Letztere entfallen unter diesen Umständen bis zu 70 % der Wärmeabgabe. Pro Stunde können 1–2, in extremen Situationen bis 2,5 Liter Schweiß gebildet werden. Etwa die Hälfte des produzierten Schweißes verdunstet und entzieht pro Liter dem Körper bei trockener bis mäßig wasserdampfhaltiger Luft Wärme in der Größenordnung von 575 kcal.
Titel
Ausdauersport und die Temperaturregulation
Verfasst von
Dietger Mathias
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-64209-2_80
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