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01.11.2014 | Originalien | Ausgabe 7/2014

Notfall +  Rettungsmedizin 7/2014

Ausbildung und Erfahrung in praktischen Fertigkeiten deutscher Rettungsassistenten

Eine Standortbestimmung vor Einführung des Notfallsanitäters

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 7/2014
Autoren:
Dr. H. Ilper, W. Kratz, C. Byhahn, D. Oberndörfer, R. Schalk, K. Zacharowski, T. Kunz
Wichtige Hinweise
In Teilen wurde der Beitrag auf notfallmedizinischen Kongressen vorab publiziert. Die vorliegende Arbeit ist Teil der Dissertation von Wolfgang Kratz.

Zusammenfassung

Hintergrund

Zur Steigerung der präklinischen Versorgungsqualität sollen Ausbildung und Befugnisse von Rettungsassistenten erweitert werden.

Methoden

Anonyme Online-Umfrage. Die 46 Fragen umfassten Demographie, Schulabschluss, Ausbildung und praktische Erfahrung von Rettungsassistenten.

Ergebnisse

Zwischen März 2012 und Juni 2013 antworteten 5279 Teilnehmer, 4420 Datensätze kamen zur Auswertung. 3928 (88,9 %) der Teilnehmer waren männlich, 493 (11,1 %) weiblich. Das Durchschnittsalter betrug 34,5 ± 9 Jahre (min. 18, max. 64 Jahre). Die Rettungsassistenten begannen ihre Tätigkeit im Mittel im Jahr 2003 ± 7. Angegebene Schulabschlüsse waren „Abitur“ bei 1223 Teilnehmern (27,9 %), „Fachabitur“ bei 542 (12,4 %), „Realschulabschluss“ bei 1858 (42,4 %) Teilnehmern. 1432 (32,4 %) der Befragten begannen ein Studium. 2761 (63 %) der Teilnehmer erlernten einen zusätzlichen Beruf. Manuelle Fertigkeiten: 1284 Rettungsassistenten reanimierten > 100-mal, periphervenöse Zugänge: 2606 (66,7 %) Teilnehmer gaben > 100 eigenständig gelegte Zugänge an. 85 % gaben < 50 Intubationen an. 3399 Befragte teilten mit, noch nie eine Thoraxdrainage gelegt zu haben, 2192 Teilnehmer hatten niemals einen intraössären Zugang gelegt.

Diskussion

Deutsche Rettungsassistenten haben im Mittel eine Schulbildung, die deutlich über die Mindestqualifikation hinausgeht und einige Berufserfahrung. Häufige praktische Tätigkeiten wie periphere Zugänge und Reanimationen werden regelmäßig praktiziert, invasivere Prozeduren sind selten.

Schlussfolgerung

Deutschen Rettungsassistenten mangelt es an Erfahrung bei invasiven Tätigkeiten. Wenn Rettungsassistenten zukünftig mehr invasive Prozeduren durchführen sollen, muss die Ausbildung in diesem Bereich erweitert werden.

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Print-Titel

• Praxisorientierte Leitthemen für die optimale Behandlung von Notfallpatienten

• Interdisziplinäre Ansätze und Konzepte

• Praxisnahe Übersichten, Fallberichte, Leitlinien und Empfehlungen

Literatur
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