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30.05.2022 | Rahmenbedingungen | Nachrichten

Pflegepersonal deutlich häufiger krankgeschrieben

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Die berufliche Pflege geht auf Körper und Psyche. Im Schnitt waren Pflegende 2021 rund fünf Wochen krankgeschrieben, so eine Auswertung der Techniker Krankenkasse.

Stress im Pflegealltag © alvarez / Getty Images / iStockPflegende am Limit: Die Arbeit in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern fordert die Beschäftigten körperlich und psychisch.

In der Altenpflege ebenso wie in der Gesundheits- und Krankenpflege fallen die Beschäftigten erneut deutlich häufiger krankheitsbedingt aus als andere Erwerbstätige. Das geht aus einer Sonderauswertung zum Gesundheitsreport 2022 der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.

Pflegende deutlich häufiger krank als andere Beschäftigte

Auffällig ist: Während die Fehltage von Beschäftigten aus anderen Branchen im zweiten Corona-Jahr 2021 von 14,6 auf 13,9 zurückgingen, stiegen sie bei den Beschäftigten in der Langzeitpflege von 24,8 auf 25,8 Tage an. Das entspricht einer Fehlzeit von rund fünf Arbeitswochen. Pflegekräfte in den Krankenhäusern waren 2021 im Schnitt 22,3 Tage krankgeschrieben.

Altenpflegekräfte fielen 2021 also rund zwölf Tage länger krankheitsbedingt aus als der Durchschnitt der Berufstätigen. 2020 lag der Unterschied nach Angaben der TK noch bei zehn Tagen. Auch in der Krankenpflege lag die Zahl der Fehltage deutlich über dem allgemeinen Durchschnitt.

Rücken und Psyche leiden besonders

Die Arbeit in der Pflege belastet zudem deutlich stärker als andere Berufe den Rücken und die Psyche. Hauptursache für Fehltage in der Altenpflege waren mit jeweils 5,8 Tagen psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Beschwerden, womit meist Rückenbeschwerden gemeint sind. In der Krankenpflege waren es 4,8 bzw. 4,7 Fehltage aufgrund dieser Symptome.

Die Gesamtheit der Beschäftigten fiel im Berichtsjahr dagegen nur etwa halb so oft aufgrund psychischer (2,8 Tage) bzw. Muskel-Skelett-Beschwerden (2,6 Tage) aus.

Fehltage bestätigen die hohe Belastung

"Gerade diejenigen, die andere pflegen, sind selbst am meisten krank", kommentierte Wolfgang Flemming, Fachbereichsleiter Pflege bei der TK die neuen Zahlen. "Seit Jahren sehen wir einen Dauertrend hoher Fehltage, der bestätigt, wie stark die Pflegekräfte belastet sind."

Für die aktuelle Auswertung hat die TK die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ihrer rund 5,5 Millionen versicherten Erwerbspersonen im Jahr 2021 betrachtet. (ne)

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