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29.05.2019 | Pflegekammer | Nachrichten

Niedersachsen: Pflegekammer ruft zur Zusammenarbeit auf

Angesichts der schwierigen Situation in der Pflege hat die Pflegekammer Niedersachsen mehr Einigkeit gefordert. Gewerkschaften und Verbände seien aufgerufen, gemeinsam mit der Kammer Lösungen zu entwickeln.

Sandra Mehmecke © privat

„Statt Zwietracht zu säen, sollten alle an einem Strang ziehen und konstruktive Lösungen für Pflegekräfte und Patienten in Niedersachsen erarbeiten“, erklärte gestern Kammerpräsidentin Sandra Mehmecke. Für eine hochwertige und flächendeckende Versorgung der Menschen bräuchte es den Dreiklang aus Pflegekammer, Gewerkschaften und Berufsverbänden. Im Alleingang sei dies nicht möglich.

Damit reagiert Mehmecke auf ein von der Gewerkschaft Verdi in der vergangenen Woche vorgestelltes Alternativmodell zur Pflegekammer. Die Gewerkschaft  favorisiert eine Vereinigung der Pflegenden nach bayrischem Vorbild. Die Mitgliedschaft darin soll freiwillig sein.

„Das Beispiel Bayern zeigt, dass die Vereinigung der Pflegenden mit ihren weniger als 1.000 Mitgliedern nicht wirklich funktioniert“, argumentierte Mehmecke.  Mit einer freiwilligen Mitgliedschaft wäre nur ein Bruchteil der niedersächsischen Pflegefachkräfte repräsentiert. Zur Wahrung ihrer Interessen bräuchten die Pflegenden eine starke Selbstverwaltung in Form einer Kammer. Weder Gewerkschaften noch Berufsverbände könnten für alle Berufsangehörigen sprechen. Dafür sei der Organisationsgrad zu niedrig. Mehmecke: „Gemeinsam werden wir einfach viel mehr erreichen.“ (ne)

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