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17.12.2020 | Pflegekammer | Nachrichten

Kampagnenstart: „Pflege verdient mehr“

Die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein hat eine Kampagne für mehr Gehalt, mehr Personal, mehr Anerkennung und mehr Entscheidungskompetenz für Pflegeprofis gestartet. Zeitgleich beginnt eine Online-Unterschriftensammlung, um Pflegende zu unterstützen.

Neuer Inhalt © Pflegeberufekammer Schleswig-HolsteinKammerpräsidentin Patricia Drube fordert einen neuen gesellschaftlichen Druck: „Pflege muss nicht billig, Pflege muss gut sein.“

Die Corona-Pandemie habe noch einmal drastisch das Delta gezeigt zwischen den existenziellen Aufgaben des Pflegeberufes und den dramatischen Arbeitsbedingungen sowie der viel zu geringen Bezahlung von Pflegenden, betonte Patricia Drube, Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein, bei der online-Pressekonferenz.

„Als eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft verdienen Pflegeprofis mehr Respekt, mehr Anerkennung, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Entscheidungsfreiheiten und vor allem eine bessere Bezahlung. Dafür kämpfen wir“, erläuterte Drube die Ziele der Kampagne. „Um das zu erreichen, brauchen wir einen neuen gesellschaftlichen Druck.“ Die Präsidentin weiter: „Pflege muss nicht billig, Pflege muss gut sein.“

Unter dem Motto „Pflege verdient mehr“ werden seit dem 16. Dezember insgesamt acht Motive online gezeigt und beworben. Die Motive unterscheiden sich deutlich von denen in bisherigen Rekrutierungs- oder Imagekampagnen. „Wir zeigen bewusst nicht die Pflegeprofis, sondern stellen die Menschen, die gute Pflege benötigen, in den Mittelpunkt. Und zwar in Gestalt unserer Mütter, Kinder, Großväter oder Geschwister“, so Kammervorstand Frank Bourvé. Man wolle zeigen, dass die Rahmenbedingungen für Pflege alle etwas angehen.

Drube: Nicht nachlassen, bis sich etwas ändert

Ebenso wie die Bundespflegekammer fordert die Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein unter anderem, die Gehälter in der Langzeitpflege und Rehabilitation schnell an die der Krankenhauspflege anzugleichen, einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in der Langzeitpflege abzuschließen, der sich am TVöD oder den AVR der konfessionellen Krankenhausträger orientiert sowie das Lohnniveau für alle Pflegefachpersonen schrittweise auf ein Einstiegsgehalt von 4.000 Euro brutto anzuheben. „Mit der Kampagne wollen wir erreichen, dass jetzt eine echte Pflegewende eingeleitet wird“, betonte die Kammer-Präsidentin. „Wir werden nicht nachlassen, bis sich wirklich etwas ändert.“

Begleitet wird das Online Marketing unter anderem von einem Blog auf der Website der Pflegeberufekammer sowie Aktivitäten auf Facebook und Instagram. (ub)

Hier geht es zur Kampagne und Unterschriftenaktion. 


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