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20.11.2017 | Pflegekammer | Nachrichten

Jamaika-Aus: und nun?

Nach dem Jamaika-Aus mahnt die Pflegekammer Rheinland-Pfalz, die Probleme der Pflege nicht auf die lange Bank zu schieben. Die Politik müsse schnellstens handeln.

Markus Mai (Archivfoto) © Thomas Hauss / Springer PflegeMarkus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz (Archivfoto)

„Die Probleme, die Pflegende überall in ihrem Alltag spüren, sind so massiv und eklatant, dass eine gute und professionelle Versorgung von Patienten und Bewohnern vielerorts nicht mehr sichergestellt werden kann“, erklärte Dr. Markus Mai, Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz heute in Mainz. Die Kolleginnen und Kollegen würden Übermenschliches leisten, um dennoch bestmöglich zu pflegen. „Wenn sich nichts ändert, dann sind am Ende Menschenleben gefährdet“, so Mai weiter.

Mai appelliert an die Verantwortung der Politik

Egal welche Konstellation sich nun in Berlin zusammenfinde, sie stehe vor der dringenden Aufgabe, die Probleme in der Pflege anzugehen. Mai appellierte an die Verantwortung der Politik: Notwendig seien gesetzliche Regelungen und sowohl staatliche Mittel, als auch Mittel aus den Sozialversicherungen. Eine gute Versorgung für alle Menschen könne nicht alleine durch den freien Markt sichergestellt werden.

Seit ihrer Gründung fordert die Pflegekammer vehement ein Maßnahmenpaket für die Pflege mit gesetzlichen Regelungen und Investitionen in Milliardenhöhe. Die Pflegewissenschaft schätzt den Bedarf an zusätzlichen Pflegefachpersonen auf über 120.000 Vollzeitkräfte, um gute Pflege zu gewährleisten. (ne)