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04.01.2022 | Onkologische Fachpflege | Nachrichten

Ganzheitliche Behandlung für Krebspatienten

Die Medizinische Hochschule Hannover hat ein Zentrum für Integrative Onkologie gegründet. Ergänzend zur konventionellen Onkologie kommen dort naturheilkundliche und komplementärmedizinische Therapien zur Anwendung.

© jessicaphoto / Getty Images /Viele Patientinnen und Patienten mit Krebs fragen sich, was sie selbst tun können, um ihre Behandlung positiv zu unterstützen und Nebenwirkungen zu lindern.

Das Konzept der Integrativen Onkologie ist heute regelmäßiger Bestandteil in der Behandlung onkologischer Patientinnen und Patienten. Das neu gegründete „Klaus Bahlsen-Zentrum für Integrative Onkologie“ stärkt ab Januar 2022 die ganzheitliche Behandlung von Krebspatienten am Comprehensive Cancer Center (CCC) der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH)

Wertvolle Unterstützung für Menschen mit Krebserkrankungen

„Viele Krebspatientinnen und -patienten stellen sich die Frage, was sie selbst tun können, um zu einem positiven Krankheits- und Behandlungsverlauf beizutragen“, erklärt Professorin Diana Steinmann, Bereichsleitung Integrative Onkologie im CCC Hannover. „Verfahren der Komplementärmedizin können während und nach der Tumortherapie eine wertvolle Unterstützung sein, um Nebenwirkungen und Spätfolgen einer Tumortherapie zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern“, so Steinmann. Im Mittelpunkt stehe ein ganzheitlicher Ansatz, der neben körperlichen Aspekten auch psychische oder soziale Probleme einer Erkrankung berücksichtige.

Am neuen Zentrum sollen wissenschaftlich basierte naturheilkundliche und komplementärmedizinische Therapien ergänzend zur konventionellen onkologischen Behandlung zur Anwendung kommen. 

Schrittweiser Ausbau der Angebote

Der Aufbau des Zentrums wird bis 2025 mit zwei Millionen Euro von der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung unterstützt, die bereits seit vier Jahren ein umfassendes komplementärmedizinisches Angebot für onkologische Patienten der MHH fördert. Dazu zählen naturheilkundliche Beratungen, Angebote zur Stärkung der Selbstheilungskräfte, Entspannungsverfahren und komplementäre pflegerische Anwendungen. Jetzt kommen psychoonkologische Unterstützungsangebote, symptomorientierte palliativmedizinische Behandlungskonzepte, eine Ernährungsberatung sowie Sport- und rehabilitativ-medizinische Ansätze dazu. Die Versorgungsangebote werden schrittweise ausgebaut und weiterentwickelt.

Daneben soll die wissenschaftliche Evaluation der integrativen Onkologie intensiviert werden. Die Aus-, Fort- und Weiterbildung aller Berufsgruppen, die Krebspatienten betreuen, wird laut MHH ebenfalls integraler Bestandteil des Zentrums sein. (ne)

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