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06.09.2019 | Krankenhaus | Nachrichten

Personaluntergrenzen beeinträchtigen den Klinikalltag

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Die Pflegepersonaluntergrenzen haben erheblichen Einfluss auf den Klinikalltag. Viele Krankenhäuser mussten schon einmal vorübergehend Betten sperren oder gar ganze Stationen, zeigt ein DKI-Zwischenbericht.

Die Personaluntergrenzen für pflegesensitive Bereiche haben erheblichen Einfluss auf den Klinikalltag. Das geht aus einem Zwischenbericht zum Krankenhausbarometer 2019 des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) hervor.

So gaben 37 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Krankenhäuser an, schon Betten in den Intensivbereichen gesperrt zu haben, weil sie fürchteten, sonst gegen die Untergrenzen zu verstoßen. 29 Prozent hatten bereits schon einmal vorübergehend einzelne Krankenhausbereiche aus der Notfallversorgung abgemeldet.

Dienstpläne oft geändert

Die Personaluntergrenzen führen offenbar auch zu häufigen Dienstplanänderungen. 53 Prozent der Krankenhäuser mit pflegesensitiven Intensivbereichen ändern ihre Dienstpläne kurzfristig, bei den pflegesensitiven Allgemeinstationen sind es sogar 57 Prozent.

33 Prozent der Intensivstationen verzeichnen mehr Rückrufe aus der Freizeit als vor der Einführung der Untergrenzen, auf den pflegesensitiven Allgemeinstationen trifft das sogar auf 38 Prozent zu. 19 Prozent verlagern Personal aus anderen Abteilungen, um die Vorgaben erfüllen zu können, bei den Allgemeinstationen sind es 31 Prozent.

Probleme bei Stellenbesetzung

Mehrkosten durch Neueinstellungen sind bei 28,2 Prozent der Krankenhäuser mit pflegesensitiven Intensivbereichen entstanden, 22,3 Prozent der Kliniken haben Mehrkosten bereits fest eingeplant.

Bei den Allgemeinstationen gaben 39,7 Prozent an, bereits mehr Geld für neues Personal ausgegeben zu haben, 29,4 Prozent haben das konkret geplant.

Erhebliche Probleme bei der Suche nach neuem Pflegepersonal gibt es für alle vier Bereiche, in denen die Untergrenzen bereits gelten. 69,3 Prozent der Intensivstationen können offene Stellen kaum besetzen, ähnliche Zahlen gelten auch für die Unfallchirurgie (67,8 Prozent), Kardiologie (69 Prozent) sowie Geriatrie (65,3 Prozent).

Die Zwischenergebnisse für das Krankenhaus-Barometer gehen laut DKI auf eine repräsentative Stichprobe zurück, in die bislang Daten von etwa 200 Krankenhäusern eingeflossen sind.

Die Personaluntergrenzen wurden zu Beginn dieses Jahres für vier Bereiche verpflichtend eingeführt. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft beklagt seit Monaten, dass viele Kliniken die Vorgaben nicht einhalten können. (chb)

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