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17.11.2017 | Kinderkrankenpflege | Nachrichten

Frühgeborene im Blick behalten!

Auch langfristig leiden viele ehemalige Frühchen unter Einschränkungen. Engmaschige Nachuntersuchungen und frühe Therapien sollen ihnen helfen.

Frühchen (Symbolbild) © Tobilander / FotoliaSymbolbild: In Deutschland kommt etwa jedes zehnte Baby vor der 37. Schwangerschaftswoche auf die Welt.

Anlässlich des Weltfrühgeborenentages mahnt der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“, zu früh geborene Kinder nicht vorschnell aus dem Blick zu verlieren. Nicht immer bleibe es bei anfänglichen Startschwierigkeiten, die im Perinatalzentrum behandelt werden.

Vor allem bei ehemals sehr kleinen Frühgeborenen ist aus Sicht des Verbands ein erhöhtes Augenmerk erforderlich. Das würden nicht nur die Rückmeldungen von Eltern zeigen, sondern auch ein 2004 gestartetes Nachuntersuchungsprojekt aus Niedersachsen. Demnach zeigen viele der nachuntersuchten Kinder später motorische oder kognitive Einschränkungen sowie Verhaltensauffälligkeiten.

Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm? Engmaschig nachuntersuchen!

„Viele Familien hatten das Kapitel Frühgeburt schon abgehakt und stellen dann ernüchtert fest, dass die Auswirkungen der anfänglichen Belastungen doch weiter reichen“, erklärt Verbandsvorsitzende Barbara Mitschdörfer. Neuro- und Sozialpädiater seien sich einig, dass möglichst frühzeitige Fördermaßnahmen dazu beitragen, den Entwicklungsverlauf der Kinder positiv zu beeinflussen. Viele Kinder würden aber erst dann gefördert, wenn sie in der Schule mit defizitären Leistungen auffallen. Der Elternverband setzt sich verstärkt dafür ein, dass vor allem Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm entsprechend engmaschig bis zum Schuleintritt nachuntersucht werden. (ne)

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