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11.01.2019 | Digitalisierung | Nachrichten

Sprachsteuerung im Patientenzimmer der Zukunft

Mit Alexa und Co. haben sprachbasierte Assistenzsysteme Einzug in unseren Alltag gehalten. Wie sehr der Einzelne davon profitiert, sei dahingestellt. Für mobilitätseingeschränkte Menschen kann ein Sprachsteuerungssystem jedoch die Welt bedeuten.

Patientenzimmer © chombosan / Getty Images / iStoc

In der Januar-Ausgabe der PFLEGEZEITSCHRIFT stellt Florian Bechtel, Gesundheits- und Krankenpfleger am Universitätsherzzentrum Bad Krozingen, ein offlinebasiertes Sprachsteuerungssystem vor. „Hospimatix“ soll Menschen unterstützen, die die Herausforderungen des Alltags ohne fremde Hilfe nicht mehr bewältigen können. Entwickelt wurde es vom Nachwuchstüftler Jan Schumann. Nach Fusion mit dem Start-up FuturGo ist ein Prototyp entstanden für das Patientenzimmer der Zukunft.

Mehr Autonomie für den Patienten, Entlastung für die Pflege

Bechtel, der das Projekt beratend unterstützt,  erklärt, dass das Plus an Autonomie für den Patienten auch die Pflege entlastet: Einfache Tätigkeiten wie Fensteröffnen übernimmt - dank Sprachsteuerung - der Patient selbst. Darüber hinaus sieht der engagierte Pfleger viele weitere Anwendungsmöglichkeiten für die smarte Technologie: So soll im Laufe des Jahres eine Dokumentationsfunktion mittels Spracherkennung in Hospimatix integriert werden. Damit sei dann eine Dokumentation parallel zur Pflegehandlung möglich – eine enorme Zeitersparnis.  Auch die Schmerzerfassung und -therapie ließe sich durch ein solches System digital unterstützen. Bei aller Begeisterung verliert Bechtel das Wesentliche nicht aus dem Blick: „Das Ziel sollte es immer sein, sich von unnötigen Tätigkeiten, Laufwegen und Dokumentationslasten zu befreien, damit der Patient wieder in den Fokus rückt.“ (ne)

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