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09.01.2019 | Demenz | Nachrichten

„Hilfe beim Helfen“ wird immer besser angenommen

Angehörigenschulungen des Kompetenzzentrums Demenz werden in Brandenburg immer besser angenommen. Im vergangenen Jahr nutzten rund 720 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Angebot.

Angehörige (Symbolbild) © Ocskay Bence / Fotolia

Laut Brandenburgischem Sozialministerium stoßen die Kurse „Hilfe beim Helfen“ zur Schulung von Angehörigen demenziell erkrankter Menschen auf große Resonanz. Landesweit fanden 2018 insgesamt 60 Kurse mit rund 720 Teilnehmern, zumeist Frauen, statt.

Sozialministerin Susanna Karawanskij wertet das Schulungsangebot des Kompetenzzentrums Demenz als „wertvoll und ausgesprochen wichtig für pflegende Angehörige“. Bei einer Demenzerkrankung verändere sich der Alltag grundlegend. Das erfordere von pflegenden Angehörigen Mut, Geduld und Kraft. Wichtig seien aber zudem Kenntnisse über Krankheitsbilder der Demenz, über Leistungen der Pflegeversicherung sowie Entlastungsmöglichkeiten vor Ort.

„Gutes Leben auch mit Demenz möglich“

Für Birgitta Neumann, Leiterin des Kompetenzzentrums Demenz, ist die „erfolgreiche Arbeit des Kompetenzzentrums nicht zuletzt ein Ergebnis der guten Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern“. Dazu zählen Beratungsstellen, Pflegedienste, Familienzentren ebenso wie die Referentinnen und Referenten. „Sie vermitteln, dass auch mit der Diagnose Demenz ein gutes Leben möglich ist“, so Neumann.

Das Kompetenzzentrum Demenz in Trägerschaft der Alzheimer-Gesellschaft Brandenburg arbeitet seit 2016. Es ist ein zentrales Projekt der Brandenburger Pflegeoffensive und wird mit Landesmittel sowie mit Mitteln der Pflegekassen gefördert. Die Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ ist für die Teilnehmenden kostenlos und wird auch 2019 fortgeführt.

Von Demenzerkrankung sind gegenwärtig im Land Brandenburg etwa 58.000 Menschen betroffen. (ne)

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