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30.09.2020 | DBfK | Nachrichten

DBfK gibt streikenden Pflegenden Rückendeckung

Bundesweit beteiligen sich Pflegekräfte an den aktuellen Warnstreiks des öffentlichen Dienstes. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) stärkt den Streikenden den Rücken und bezeichnet die Arbeitsniederlegung als konsequent.

Gehaltserhöhungen in der professionellen seien überfällig teilte der Berufsverband am Dienstag mit. „Wir fordern seit langem ein Einstiegsgehalt von 4.000 Euro für Pflegefachpersonen und flächendeckende Tarifverträge für alle Beschäftigten in der Pflege“, erklärte DBfK-Präsidentin Christel Bienstein. Immer wieder seien die Forderungen der beruflich Pflegenden ungehört geblieben. Die Arbeitsniederlegung trotz anhaltender Pandemie bezeichnete sie daher als „konsequent“. 

„All die Versprechungen, die seit Beginn der Pandemie gemacht und nicht gehalten wurden, frustrieren die Kolleginnen und Kollegen zurecht“, so Bienstein weiter. Kritik an den Streiks angesichts der Corona-Pandemie lässt die DBfK-Präsidentin nicht gelten: „Die beruflich Pflegenden wissen, wie sie sich auf einer Kundgebung schützen können. Den Streik wegen des Infektionsrisikos zu kritisieren, nachdem man sie ohne Schutz hat arbeiten lassen, ist wirklich ein Hohn.“

Die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Die Verhandlungen für die Beschäftigten im Gesundheitswesen werden separat geführt, bisher ohne Ergebnis. Die dritte Verhandlungsrunde ist am 22. und 23. Oktober geplant. Vorher soll eine Gesprächsrunde am Sondertisch für die Gesundheitsberufe stattfinden. (ne)

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