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08.06.2022 | Bildung | Nachrichten

Akademisierung der Pflege kommt nicht voran

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Die HQGplus Studie zu Hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitssystem, die im Mai 2020 gestartet ist, wurde jetzt veröffentlicht. DBfK-Präsidentin Bienstein kritisiert in diesem Zusammenhang den Status der hochschulischen Qualifikationen im Gesundheitssystem.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) missbilligt anlässlich der Ergebnisse der „HQGplus-Studie zu Hochschulischen Qualifikationen für das Gesundheitssystem“ und der ersten Sondererhebung des BIBB Pflegepanels die viel zu langsame Entwicklung bei hochschulischen Qualifikationen in den Pflegeberufen in Deutschland.

Christel Bienstein: „Die Weichen für mehr hochschulisch qualifizierte Pflegefachpersonen in der Gesundheitsversorgung müssen politisch gestellt werden. So lange die Studiengänge nicht ausreichend finanziert sind, die Praxiseinsätze nicht vergütet werden und es für die Arbeitgeber*innen keine Anreize gibt, entsprechende Stellenprofile und Vergütungsstrukturen zu entwickeln, bleiben wir ein Entwicklungsland in der Gesundheitsversorgung. Diese Trägheit können wir uns als Gesellschaft nicht leisten, da sie die Gesundheit von Menschen gefährdet. Die Versorgungsbedarfe ändern sich und wir müssen uns sowohl qualitativ als auch quantitativ besser aufstellen. Schon vor zehn Jahren hat der Wissenschaftsrat dies eindrücklich gezeigt. Doch wie wir sehen, geht die Entwicklung viel zu langsam voran.“

Quote weit von Empfehlungen entfernt

2012 hatte der Wissenschaftsrat empfohlen, dass 10-20% eines Ausbildungsjahrganges in den Gesundheitsberufen akademisch qualifiziert sein sollten, um angemessen auf die veränderten Bedarfe in der Gesundheitsversorgung reagieren zu können.

Deutschland ist weiterhin weit von der empfohlenen Quote entfernt, wie die aktuellen Erhebungen des Wissenschaftsrats und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigen. Laut BIBB lag die Akademisierungsquote in der primärqualifizierenden Pflegeausbildung 2020 bei 0,82%. Auch die HQGplus-Studie zeigt die Lücke bis zu einer angemessenen Quote akademisch qualifizierter Pflegefachpersonen: 2019 studierten lediglich 3,2% mit dem Ziel, nach ihrer hochschulischen Ausbildung patient*innennah zu arbeiten.

dbfk.de

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