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Ambulante und stationäre Wohn- und Hausgemeinschaften unterscheiden sich von klassisch stationären Angeboten durch eine Orientierung an der Autonomie der Bewohner*innen und die Normalität von Wohnen und Alltag in der Häuslichkeit. Der konzeptionelle Rahmen, hier als unterstütztes Wohnen (UW) gefasst, zeichnet sich durch eine Wohnumwelt, das Führen eines eigenen Haushalts, Kleinräumigkeit und Überschaubarkeit aus. Personelle Präsenz in neuem Personalmix stützt Qualitäten wie soziale Teilhabe, sinnvolle Tätigkeit und funktionale Unterstützung. Die Studie untersucht, wie sich dieser Bezugsrahmen auf die Lebensqualität der Bewohnerschaft auswirkt, und reflektiert die Perspektiven für die weitere Entwicklung von Wohnoptionen.
Material und Methode
Im Zeitraum von 9 Monaten (2006–2007) wurden 8 Wohn- bzw. Hausgemeinschaften mit 73 Bewohner*innen und ein klassischer Pflegeheimbereich mit 18 Bewohner*innen in den Dimensionen Verhaltenskompetenz, subjektives Wohlbefinden, wahrgenommene Lebensqualität und objektive Umwelt untersucht. Es kamen multidimensionale personen- und umweltbezogene Instrumente zur Anwendung; zu organisationsspezifischen Fragen wurden qualitative Interviews durchgeführt.
Ergebnisse
In den Haus- und Wohngemeinschaften des UW sind ungeachtet einer formal stationären oder ambulanten Einordnung bei den Bewohner*innen signifikant höhere Wohlbefindenswerte und signifikant weniger agitierte, herausfordernde Verhaltensweisen als im Pflegeheim zu beobachten. Insbesondere Menschen mit Demenz profitieren von der spezifischen Qualität des UW, das sich in wesentlichen Dimensionen abbildet.
Schlussfolgerung
Die Befunde geben Hinweise dafür, dass das UW ein Konzept darstellt, das Basis für neue Wohnangebote und eine neue Versorgungsinfrastruktur sein kann. Es bietet gute Anknüpfungspunkte an das Leitprinzip der geteilten Verantwortung.
Hintergrund
In Deutschland hat die Entwicklung neuer Wohn- und Unterstützungsangebote für ältere Menschen deutlich an Dynamik gewonnen. Sie sind Ausdruck einer hohen Heterogenität des Alterns mit vielen Ausdrucksformen, was Kompetenzen und Reservekapazitäten, aber auch komplexe Konstellationen von somatisch-psychischer Vulnerabilität anlangt. Der gelingenden bzw. gezielt zu optimierenden Person-Umwelt-Passung kommt dabei besondere Bedeutung zu [1]. Die Bandbreite innovativer Wohnformen reicht vom Wohnenbleiben in der eigenen Wohnung mit einem hohen Grad an personeller und technischer Unterstützung über die Neuausrichtung traditionell institutioneller Heimangebote zu Wohngemeinschaften und Mehrgenerationenwohnen. Stationäre und ambulante Haus- und Wohngemeinschaften haben sich aus unterschiedlicher Perspektive als Antwort auf neue Bedarfe von Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf in Pflegeheimen (PH) und in der Häuslichkeit entwickelt: Das stationäre Pflegeheim der dritten Generation mit seinem Wohnheimcharakter [2] wurde v. a. den Bedarfen von Menschen mit Demenz nicht gerecht; in der Häuslichkeit waren es die z. T. prekären Pflegesituationen [3], verbunden mit dem Wunsch, in der gewohnten Umgebung wohnen bleiben zu können. Jenseits ordnungsrechtlicher Zugehörigkeiten in ambulante und stationäre Systemlogik lässt sich aus diesen Wohnformen eine Typologie herauskristallisieren, die im Folgenden als „unterstütztes Wohnen“ (UW) gefasst wird. Der Begriff wurde gewählt, weil er die Bedeutung des Wohnens im Alter auch bei Hilfe- und Pflegebedarf hervorhebt [4] und einen Perspektivenwechsel von Pflegebedürftigkeit und Krankheitssicht zu Wohnen und Lebensqualität beinhaltet. Er erweitert das Spektrum sowohl an räumlichen Wohnumgebungen als auch an Dienstleistungsoptionen durch verschiedene professionelle Fach- und Pflegekräfte und informelle Hilfen, die von außen zugeschaltet werden. Der konzeptionelle Rahmen des UW zeichnet sich durch das Zusammenleben einer kleineren Gruppe älterer Menschen, eine Wohnumwelt, die der Häuslichkeit entspricht, das Führen eines eigenen Haushalts, Kleinräumigkeit und Überschaubarkeit aus. Personelle Präsenz in neuem Personenmix stützt Qualitäten wie soziale Teilhabe, sinnvolle Aktivitäten und funktionale Unterstützung. Ansätze dieses Konzepts haben in den USA bereits seit den 1990er-Jahren eine Forschungstradition als „assisted living“ [5]. Ein internationaler Literaturüberblick beschreibt Ansätze von kleinen, häuslichkeitsähnlichen Pflegeumgebungen mit sozialer Betreuung und Ausrichtung der Aktivitäten auf den täglichen Haushalt [6]. Für die künftige Entwicklung dieser Wohnform ist auch bedeutend, in welchen Kontext infrastruktureller Entwicklung und gesamtgesellschaftlicher Sicht auf die pflegerische Versorgung sie eingebunden ist. Mittlerweile liegen Studien zu ambulanten Wohngruppen vor, die eine Gesamtübersicht über quantitative Verteilung und Organisationsstrukturen liefern [7, 8]. Zu Recht wird konstatiert, dass es angesichts eines Ausbaus dieser Wohnform in qualitativer Hinsicht an einer empirisch abgesicherten Typologie fehlt [8]. Da es sich bei Bewohner*innen in solchen Wohnformen um Menschen mit z. T. schweren somatischen und psychischen Erkrankungen handelt, sind für das Konzept von Lebensqualität Dimensionen wie Verhaltenskompetenz, funktionaler Gesundheitsstatus, subjektives Wohlbefinden, wahrgenommene Lebensqualität und objektive Umwelt von Bedeutung. Dieses Konzept bildet einen wesentlichen theoretischen Bezugsrahmen des UW.
Das Ziel dieser Studie ist es, einen Bezugsrahmen „unterstütztes Wohnen“ zu formulieren und zu untersuchen, wie sich dieser auf die Lebensqualität der Bewohner*innen auswirkt und die Perspektiven für die weitere Entwicklung dieser Wohnoptionen zu reflektieren.
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Untersuchungsdesign
Dimensionen von Lebensqualität
Für das Untersuchungsdesign und die Auswahl der Instrumente wurde ein Modell von Lawton [9] ausgewählt, das 4 Dimensionen von Lebensqualität bei Menschen mit Demenz unterscheidet, das subjektive Wohlbefinden, die Verhaltenskompetenz, die wahrgenommene Lebensqualität und die objektive Umwelt. Davon wurden mehrere Dimensionen abgeleitet, die für die Merkmale des UW besondere Relevanz haben (Tab. 1).
Tab. 1
Dimensionen von Lebensqualität
Verhaltenskompetenz
Funktionaler/Gesundheitsstatus
Subjektives Wohlbefinden
Wahrgenommene Lebensqualität
Objektive Umwelt
Strukturmerkmale
Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL)
Ärztliche Diagnosen
Stimmung
Ärztliche Versorgung
Physikalische Umwelt
Wohn‑, Einrichtungstyp
Aktivitäten und Verhalten
Sensorische Einschränkungen
Positive/negative Gefühle
Freiheitsentziehende Maßnahmen
Soziale Umwelt
Programmatische Ausrichtung
Kognitiver Status
Neuropsychiatrische Symptome
Soziale Kontakte zu Angehörigen, Nachbarn, Mitbewohnern
Ordnungs-/leistungsrechtliche Grundlagen
Herausforderndes Verhalten
Unterstützung durch Angehörige, Nachbarn, Personal
Personelle Ausstattung, Personalmix
Instrumente
Zur Messung der Lebensqualität wurde ein multidimensionales Messinstrumentarium herangezogen. Es beinhaltete das sog. Pflege- und Verhaltensassessment (PVA), das Dementia Care Mapping (DCM), das Professional Environmental Assessment Protocol (PEAP) als ökopsychologisches Verfahren zur Einschätzung der räumlichen Umwelt und einen Fragebogen zur Erhebung organisationsbezogener und gebäudetypologischer Daten.
Das PVA fand bei unterschiedlichen Erhebungen im Bereich der stationären Pflege in Deutschland Anwendung [10]. Es beinhaltet Fragekomplexe, die oben genannte Dimensionen der Lebensqualität abbildet und international etablierte Subskalen wie beispielsweise den Barthel-Index [11], die Apparent Emotion Rating Scale [12] und das Cohen Mansfield Agitation Inventory [13], die z. T. an die Bedürfnisse der Untersuchung angepasst wurden. Es handelt sich bei den einzelnen Bestandteilen ausschließlich um Fremdbeurteilungsskalen, mit dem Vorteil, dass sie von qualifizierten Pflegekräften bearbeitet werden können. Zusammen mit dem DCM können wesentliche Items der Verhaltenskompetenz, des subjektiven Wohlbefindens und der wahrgenommenen Lebensqualität abgebildet werden. Das DCM ist ein Instrument zur teilnehmenden Beobachtung und Einschätzung personenzentrierter Pflege von Menschen mit Demenz [14]. Es bildet das relative Wohlbefinden von zu beobachtenden Personen anhand ihres Verhaltens im öffentlichen Bereich einer Einrichtung ab. Dabei werden die Beobachtung des Verhaltens anhand von 24 Verhaltenskategorien, die Einschätzung des relativen Wohlbefindens der einzelnen Personen auf einer Sechspunkteskala, die unkodierte Aufzeichnung positiver Ereignisse sowie die strukturierte Aufzeichnung negativer Ereignisse dokumentiert [15]. Die teilnehmende Beobachtung lässt sich gut mit der Einschätzung der räumlichen Umwelt durch das PEAP [18] verbinden. Dieses wurde als standardisierte Methode der Untersuchung von Settings entwickelt. Es wird in den USA zur Evaluation des Assisted living, aber auch von speziellen Demenzpflegeeinheiten eingesetzt. Der Fokus liegt auf der objektiven Umwelt, geht aber über eine einfache Dokumentation von objektiven Eigenschaften des Settings als Ganzem hinaus und bietet ein eher globales Set an Auswertungen von Umgebungsmilieus. Dem PEAP liegen 9 Dimensionen von Umweltqualität zugrunde, die nach ihrem Grad der Unterstützung bewertet werden. Über einen Strukturerhebungsbogen wurden Merkmale der untersuchten Einrichtungen wie z. B. Einrichtungstyp, Baustandard, siedlungstypische Lage, Infrastruktur im Nahraum, Personalqualifikationen sowie ordnungs- und leistungsrechtlicher Status erhoben.
Erhebungszeitraum
Die Daten der Untersuchung wurden über 3 Zeitpunkte (t1 = September 2006, t2 = Dezember 2006, t3 = März 2007) erfasst und daraus ein Durchschnittswert gebildet. Da sich die Einrichtungen teilweise im Aufbaustadium befanden, sollte dadurch eine bessere Datenqualität erreicht werden. Der PVA wurde in allen Einrichtungen erhoben, das DCM im PH-Bereich, den ambulanten UW und stationären UW mit sehr hohem Anteil an Demenzerkrankten. Seit 2014 haben umfassende gesetzliche Neuerungen wie die Pflegestärkungsgesetze und die Landesheimgesetze die Entwicklung neuer Wohnformen stark befördert. Während ambulante Wohngemeinschaften deutlich an Zahl zugenommen haben [8], werden stationäre Hausgemeinschaften nach Expert*innenmeinungen noch relativ wenig umgesetzt. Häufiger werden eingebundene spezialisierte Wohngruppenkonzepte für Menschen mit Demenz realisiert, z. T. auch mit landesbezogenen Regelungen. Es gibt dazu wenige empirische Untersuchungen. Die vorliegende Studie reicht in das Jahr 2007 zurück und weist damit eine starke Limitation auf, sie kann aber einen wichtigen Ausblick auf die weitere Forschung in diesem Feld geben.
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Stichprobe
Die Untersuchungseinheiten (Tab. 2) wurden aus Teilnehmenden einer Initiativgruppe gewonnen, die Haus- oder Wohngemeinschaften nach dem Konzept des UW in Baden-Württemberg planten bzw. umsetzten. Es handelt sich um 7 Wohn- bzw. Hausgemeinschaften. Das PH mit pflegerischer Programmatik lag ebenfalls in diesem Einzugsgebiet. In den 7 Einrichtungen des UW wohnten zum Zeitpunkt t1 jeweils 7 bis 10 Bewohner*innen, insgesamt 63 Bewohner*innen, und auf dem Wohnbereich des PH 18 Bewohner*innen (Tab. 2). Die Einrichtungen des UW waren in verschiedenen Gebäudetypen (z. B. Villa, Mehrfamilienwohnhaus, Gebäudekomplex mit betreutem Wohnen) untergebracht; der PH-Wohnbereich war ein Pflegeheim der dritten Generation [2]. Ein Teil des UW unterlag ordnungsrechtlich stationären Vorgaben, war Selbstversorger mit vollständiger Haushaltsausstattung und verfügte mit Alltagsbegleiter*innen als Präsenz- und Fachpflegekräften über eine gemischte personelle Struktur; ein Teil des UW war ambulant organisiert.
Tab. 2
Stichprobe: Strukturdaten der Einrichtungen und soziodemografische Daten der Bewohner*innen
UW1
UW2
UW3
UW4
UW5
UW6
UW7
PH
Wohn‑/Einrichtungs‑/Servicetyp
Vollversorgung
–
–
–
–
–
–
–
●
Selbstversorgung
●
●
●
●
●
●
●
–
Haushaltsausstattung
●
●
●
●
●
●
●
–
Siedlungstypische Lage
Städtisch
–
–
–
●
●
●
●
●
Kleinstädtisch
●
●
●
–
–
–
–
–
Ländlich
–
–
–
–
–
–
–
–
Ordnungsrecht
Stationär
–
–
–
●
●
●
●
●
Ambulant
●
●
●
–
–
–
–
–
Leistungsrecht
Stationär
–
–
–
●
●
●
●
●
Ambulant
●
●
●
–
–
–
–
–
Programmatische Ausrichtung
Lebensqualität, Alltag
●
●
●
●
●
●
●
–
Pflegequalität, Therapie
–
–
–
–
–
–
–
●
Personal, Qualifikation
Personalmix Alltagsbegleiter, Pflege u. a.
●
●
●
●
●
●
●
–
Pflege, Pflegehelfer*innen, Therapeut*innen
–
–
–
–
–
–
–
●
Anzahl (n) der Bewohner*innen
9
10
10
10
10
7
8
18
Durchschnittsalter (Jahre) der Bewohner*innen
85,8
79,4
86
82,3
79,3
81,3
79,33
82,3
Minimales/maximales Alter (Jahre) der Bewohner*innen
80/94
61/92
74/95
73/100
70/92
67/100
68/95
57/101
Anteil (%) der mittel/schwer demenziell Erkrankten
63
88
100
50
17
71
100
53
Anteil (%) der Bewohner*innen mit starken Einschränkungen (Barthel-Index <60 Punkte)
60
56
90
50
33
71
67
50
PH Pflegeheim, UW unterstütztes Wohnen
Im UW und im PH ist das Durchschnittsalter der Bewohner*innen mit 82 bzw. 82,3 Jahren mit dem damaligen Bundesdurchschnitt der Bewohnerschaft in stationären Einrichtungen vergleichbar [17]; auch der Anteil an Frauen weicht mit 68,8 % im UW und mit 72,2 % im PH nicht stark voneinander ab. Deutlichere Unterschiede ergeben sich beim Anteil von Menschen mit mittlerer bis schwerer Demenz: Dieser liegt im UW bei durchschnittlich 69,9 %, im PH deutlich niedriger bei 53 %. Mit ca. 60 % liegt der durchschnittliche Anteil an Bewohner*innen mit stärkeren Einschränkungen nach dem Barthel-Index deutlich über dem des PH mit 50 %.
Ergebnisse
Umwelt als Unterstützungsfaktor
Die räumliche und soziale Umwelt hat eine große Bedeutung für die Lebensqualität hilfe- und pflegebedürftiger Menschen, insbesondere auch für Menschen mit Demenz [16]. Eine Expertengruppe aus dem Bereich der Demenzforschung legt der Beschreibung und Messung der therapeutischen Umwelt 9 Dimensionen zugrunde: Wahrnehmung und Orientierung, Sicherheit, Privatheit, Regulierung und Qualität der Stimulation, funktionale Unterstützung, persönliche Kontrolle, Kontinuität des Selbst und soziale Kontakte [18].
Die objektive Umwelt der einzelnen Einrichtungen des UW weist sehr einheitliche Werte in den einzelnen Dimensionen aus, auch wenn sie in ihrer baulichen und gestalteten Umwelt unterschiedlich erscheinen (Tab. 3). Mit einem Wert von 4,4 von 5 erreichbaren Punkten zeichnet sich das UW durch einen hohen Unterstützungsgrad aus; das PH liegt mit 3,3 deutlich darunter. Das UW hat besondere Stärken in den Dimensionen Orientierung, Regulierung und Qualität der Stimulation, der Kontinuität des Selbst und den sozialen Kontakten. Die größten Schwächen zeigen sich im Bereich der Sicherheit, wo beispielsweise fehlender Platz beim Baden oder im Toilettenbereich zur besseren Unterstützung durch das Personal oder die eingeschränkte Möglichkeit der Überwachung aller Ausgänge bei gleichzeitig fehlender elektronischer Überwachungsmöglichkeit negativ zu Buche schlägt. Im Bereich Privatheit schlagen sich Doppelzimmer und die Sanitärbereiche, die sich 2 oder mehrere Bewohner*innen teilen müssen, negativ in der Bewertung nieder. Im PH liegen, durch den institutionellen Charakter bedingt, die größten Schwächen im Bereich der Orientierung und Kontinuität des Selbst sowie der Qualität der Stimulation.
Tab. 3
Grad der Unterstützung nach Umweltdimensionen gemäß Professional Environment Assessment Protocol (max. 5 Punkte)
Seit Ende der 1990er-Jahre gewinnen milieutherapeutische Aspekte in der wissenschaftlichen Diskussion um wichtige Teilbereiche der Lebensqualität von Menschen mit Demenz in Einrichtungen an Bedeutung [19]. Die Qualität von gestalteten, begleiteten Gemeinschaftsbereichen und Milieus, dazu zählen insbesondere soziale Interaktion und sinnvolle Aktivitäten, hat Einfluss auf das Wohlbefinden der Bewohner*innen. Das Milieu im UW ist besonders gekennzeichnet durch soziale Interaktion, sinnvolle Aktivitäten und Qualität bzw. Regulierung von Stimulation. Ein Großteil der Bewohner*innen mit Demenz (93,0 %) hält sich über den durchschnittlichen täglichen Beobachtungszeitraum von 6,5 h im Gemeinschaftsbereich auf. Im PH liegt dieser Anteil deutlich niedriger bei 44,3 %. Die Ergebnisse des DCM (Abb. 1), das nur die Bewohner*innen mit Demenz erfasst, weisen auf einer Skala von +5 (außerordentliches Wohlbefinden) bis −5 (extreme Zustände von Apathie, Wut, Trauer, anhaltende Vernachlässigung etc.) mit einem Wert von 2,1 im UW einen deutlich höheren Gruppenwohlbefindenswert auf als das PH mit einem Wert von 1,2. Unter den 5 am häufigsten zu beobachtenden Verhaltenskategorien im UW (Artikulation [A], „borderline“ [B], „food“ [F], „labour“ [Arbeit/Pseudoarbeit, L] und „media“ [Beschäftigung mit Medien, M]) sind alltagsnahe, abwechslungsreiche Aktivitäten (L, M), die „das Personsein unterstützen“, mit erheblichem Wohlbefinden (Werte 2,8 und 1,5) verbunden. Das Milieu ist durch die Präsenz mindestens einer Person positiv geprägt, indem diese für das abwechslungsreiche Milieu sorgt, als Ansprechpartner*in für die Bewohner*innen und als Moderator*in der Gruppe fungiert und auf Verhalten, das sich „negativ auf das Personsein“ auswirkt, Einfluss nimmt. Die 5 am häufigsten zu beobachtenden Verhaltenskategorien im PH (A, B, F, M und W [„withstanding“, repetitive Selbststimulation]) liegen auf einem niedrigeren Niveau als im UW und sind weniger aktivitätenbezogen. Hinzu kommt das Auftreten der Verhaltenskategorie „W“ – repetitive Selbststimulation – mit einem Wert von −0,8. Sie zählt zu den Kategorien, „die das Personsein gefährden“ und z. B. durch Langeweile bzw. Stresssituationen entstehen. Hier lässt sich ein Bezug zum Konzept des PH herstellen, das keinen konzeptionell gestalteten bzw. personell betreuten Gemeinschaftsraum zur Verfügung stellt. Die Bewohner*innen sind über längere Zeiträume sich selbst überlassen, auftretende Langeweile bzw. Stresssituationen können durch das Personal weniger positiv beeinflusst werden. Das Aktivitätenangebot ist zentral im Haus organisiert. Es ist auf dem Wohnbereich weniger abwechslungsreich und wird stärker punktuell angeboten.
Abb. 1
Wohlbefinden nach Dementia Care Mapping (DCM) im unterstützten Wohnen (UW) und im Pflegeheim (PH) mit den 5 jeweils am häufigsten vorkommenden Verhaltenskategorien. W repetetive Selbststimulation, Kum kommen und gehen, Nod schlafen oder dösen
Die Ergebnisse der Modified Apparent Emotion Rating Scale (Tab. 4), die die Einschätzung von Fachpflegekräften zu allen Bewohner*innen widerspiegeln, korrespondieren mit den Beobachtungen des DCM. Bei den positiven Emotionen sind die häufige Freude (48,4 %) und das häufige Interesse (47,2 %) signifikante Merkmale des UW. Im PH zeigt sich häufig Freude bei 33,3 %, häufiges Interesse nur bei 11,1 % der Bewohner*innen. Negative Emotionen in Form von häufiger Wut treten im UW bei 5,9 % der Bewohner*innen auf, in Form von häufiger Angst bei 1,4 %. Im PH wird keine häufige Wut bei den Bewohnern/Bewohnerinnen verzeichnet, häufige Angst bei 11,1 %.
Tab. 4
Ausdruck von Gefühlen in den letzten 4 Wochen (Anteil, %) nach der Modified Apparent Emotion Rating Scale
Alle Bewohner*innen
Bewohner*innen mit Demenz
UW (n = 64)
PH (n = 18)
UW (n = 41)
PH (n = 9)
Freude
Fast nie
13,7
33,3
15,7
55,6
Gelegentlich
37,9
33,3
39,7
33,3
Häufig/mehrmals täglich
48,4
33,3
44,6
11,1
Interesse
Fast nie
12,0
55,6
17,9
44,4
Gelegentlich
40,8
33,3
43,2
44,4
Häufig/mehrmals täglich
47,2
11,1
38,9
11,1
Wut
Fast nie
75,5
66,7
82,0
55,6
Gelegentlich
18,6
33,3
12,1
44,4
Häufig/mehrmals täglich
5,9
0,0
5,9
0,0
Angst
Fast nie
81,7
66,7
79,2
44,4
Gelegentlich
16,9
22,2
19,3
33,3
Häufig/mehrmals täglich
1,4
11,1
1,4
22,2
PH Pflegeheim, UW unterstütztes Wohnen
Bewohner*innen mit Demenz profitieren besonders vom Milieu des UW. Das zeigt sich auch bei der Betrachtung neuropsychiatrischer Symptome, die mit dem Neuropsychiatrischen Inventar [20] vorgenommen wurden. Im UW sind 11,6 % der Demenzerkrankten zurückgezogen und apathisch, im PH liegt der Anteil mit 22,2 % doppelt so hoch. Im PH leiden 44,4 % an Ein- und Durchschlafproblemen, im UW nur 8,9 %. Der Bewegungsdrang ist in beiden Wohnformen mit 11,7 % (UW) und 11,1 % (PH) vergleichbar.
Herausforderndes Verhalten
Herausfordernde Verhaltensweisen stellen eine große Belastung für Betreuungspersonen und Pflegende dar. Bei den Haupterklärungsmodellen, wie dem Modell der unbefriedigten Bedürfnisse, dem Verhaltens‑/Lernmodell und dem Modell der Vulnerabilität durch die Umgebung bzw. der verminderten Stresstoleranz [21], spielen neben physiologischen und psychosozialen Bedürfnissen, der funktionalen Leistungsfähigkeit auch die soziale und physikalische Umwelt eine wichtige Rolle. Bei wie viel Bewohner*innen herausforderndes Verhalten mit schwerer Ausprägung „einmal bis mehrmals täglich“ auftritt, zeigt Tab. 5.
Tab. 5
Anteil der Bewohner*innen (%) mit ein- bis mehrmals täglichem herausforderndem Verhalten nach dem Modified Cohen Mansfield Agitation Inventory
Alle Bewohner*innen
Bewohner*innen mit mittlerer bis schwerer Demenz
UW (n = 64)
PH (n = 18)
UW (n = 41)
PH (n = 9)
Weglaufen
1,4
5,6
1,4
11,1
Manierismus
1,4
11,1
1,4
22,2
Bespucken
1,8
0,0
3,6
0,0
Gegenstände verstecken, sammeln
3,0
0,0
3,0
0,0
Eindringen in Räume
3,0
0,0
3,0
0,0
Schreien
4,6
16,7
5,7
33,3
Abweichender Ausdruck
5,2
11,1
5,7
22,2
Ständiges Suchen nach Zuwendung
10,6
5,6
10,0
11,1
PH Pflegeheim, UW unterstütztes Wohnen
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Im UW zeigen signifikant weniger Bewohner*innen herausfordernde Verhaltensweisen mit schwerer Ausprägung als im PH. Bei 10,6 % der Bewohner*innen ist das ständige nichtbeeinflussbare Suchen nach Zuwendung die am häufigsten beobachtete agitierte Verhaltensweise; sechs weitere kommen zwischen 1,4 und 4,9 %, also bei vergleichsweise wenigen Bewohner*innen, vor. Im PH zeigen insbesondere die Bewohner*innen mit Demenz herausforderndes Verhalten mit schwerer Ausprägung: Es finden sich „anhaltendes Schreien“ bei 33,3 %, „Manierismus“ und „abweichender Ausdruck“ bei je 22 %, und je 11,1 % neigen zum „Weglaufen“ oder sind auf der „ständigen Suche nach Zuwendung“.
Limitationen
Die Studie weist einige Limitationen auf. Für die Untersuchung stand nur eine relativ kleine Stichprobe zur Verfügung und sie ist auf das Land Baden-Württemberg begrenzt. Die Einrichtungen zeigen sehr heterogene Eigenschaften. Welche Effekte z. B. der ordnungsrechtliche Status „ambulant“ und „stationär“ auf die Ergebnisse hat, wurde nicht untersucht. Im Konzept des UW spielt der Personalmix für die Qualität des Angebots eine wichtige Rolle. Wie verschiedene Professionen bzw. Kompetenzen zusammenwirken, müsste unter arbeits- und bildungswissenschaftlichen Gesichtspunkten näher beleuchtet werden. Gegenüber pflegerischen und hauswirtschaftlichen Fachkräften ist das Tätigkeitsprofil von sog. Alltagsbegleiter*innen qualifikatorisch noch wenig profiliert und somit wenig aussagekräftig. In der Studie wurde den 7 Einrichtungen des UW nur ein Pflegeheim gegenübergestellt. Als Auswahlkriterium dienten die programmatische Ausrichtung an „Pflege und Therapie“ und die durchschnittliche Bewohner*innenstruktur von Pflegeheimen. Dies diente der Kontrastierung der Konzepte und verfolgte keinen Anspruch an Repräsentativität. Erfahrungsgemäß kann es durch große Fluktuation innerhalb kurzer Zeit zu einer deutlichen Veränderung der Bewohner*innenzusammensetzung kommen. Der Status stellt eine Momentaufnahme zum damaligen Zeitpunkt dar. Es soll nochmals darauf hingewiesen sein, dass es sich bei dem Pflegeheim um einen älteren Typus handelt.
Diskussion
Bei der vorliegenden Studie stand die Frage im Mittelpunkt, ob kleingemeinschaftliche, an Lebensqualität orientierte Wohnformen eine geeignete Option für ein gutes Leben für Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf darstellen. Bei der Untersuchung wurde darauf Wert gelegt, einen neuen Typ von Wohnform mit seinen Indikatoren zu beschreiben, zu evaluieren und ihn in den Kontext bestehender Angebote einzuordnen. Der Schwerpunkt liegt auf einem qualitativen Ansatz mit deskriptiven Daten. Die kleine Stichprobe ermöglichte es nicht, die komplexen Beziehungen zwischen den einzelnen Dimensionen von Lebensqualität und der Beziehung von Person und Umwelt statistisch gesichert abzubilden; das wäre einer größer angelegten Studie vorbehalten.
Die Anwendung eines multidimensionalen Instrumentariums hat sich bewährt. Die differenzierte Sichtweise auf Verhalten und Wohlbefinden der Bewohner*innen durch das DCM erbrachte in Verbindung mit dem PVA und seinen Subskalen eine aussagefähige Datenfülle, die subjektives und objektives Wohlbefinden zusammenführte. Das PEAP ist in seiner Anwendung und Aussagekraft sehr gut geeignet, objektive räumliche Umwelten im Hinblick auf den Typus UW zu untersuchen.
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Die Ergebnisse zeigen, dass sich das UW-Konzept in den untersuchten Einheiten sehr deutlich und positiv in wesentlichen Bereichen der Lebensqualität abbildet. Menschen mit Demenz profitieren gleichermaßen von dieser Wohnform wie Menschen ohne Demenz, und beide Gruppen profitieren von dieser Wohnform mehr als vom PH der 3. Generation, das deutliche Schwächen zeigt. Die Ausrichtung am Normalisierungsprinzip eines häuslichen Alltags und einer Räumlichkeit, die dies auch widerspiegelt, ermöglicht und erleichtert es den unterschiedlichen Personengruppen, unterschiedliche Rollen wahrzunehmen (Präsenzkräfte, Hauswirtschaft, Pflege, Angehörige, Besucher*innen, Therapeut*innen u. a.). Dadurch entsteht ein gutes unterstützendes Milieu mit sozialen Kontakten und sinnvollen Aktivitäten. In den Einrichtungen des UW spielt die ordnungsrechtliche Basis nicht die primäre Rolle.
Bei der Untersuchung wurde eine Analyse der Organisations- und Finanzierungsstruktur und ihrer Auswirkungen auf die Lebensqualität der Bewohner*innen aus methodischen Gründen ausgeklammert. Die konzeptionelle Ausrichtung zeigt gute Anknüpfungspunkte an das Leitprinzip der geteilten Verantwortung [22]. Dies wäre in einer weitergehenden Studie noch zu beleuchten.
Fazit für die Praxis
Eine Typologie des unterstützten Wohnens (UW) bei unterschiedlichen Ausgestaltungsoptionen ist darstellbar und messbar. Das ermöglicht es Planungsverantwortlichen und Nachfragenden, die Qualität eines solchen Wohn- und Dienstleistungsangebots besser einzuschätzen.
Wohn- und Hausgemeinschaften sind keine „Übergangsformen“ und decken auch hohe Hilfe- und Pflegebedarfe der Bewohner*innen ab.
Das Festhalten an einer Trennung zwischen „stationär“ und „ambulant“ sowie „Institution“ und „Häuslichkeit“ zeigt sich angesichts einer neuen Typologie von Wohnformen als nichthaltbar.
Die Subsumierung werteorientierter stationärer Hausgemeinschaften unter „Pflegeheim der besonderen Art“ ist der Qualität des Angebots nicht angemessen und verhindert die Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Wohnformen, die infrastrukturell notwendig und von Betroffenen gewünscht werden.
Es bedarf qualifizierter Studien zum UW. Dabei sind sowohl die Typologie als auch seine Einordnung in das Leitprinzip der geteilten Verantwortung zu untersuchen.
Danksagung
Mein besonderer Dank gilt den Bewohnern der Einrichtungen, die für die Studie Einblick in ihr Leben gewährten und den Leitungsverantwortlichen und Mitarbeitenden für ihre Mitwirkung und Bereitstellung von Informationen.
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Einhaltung ethischer Richtlinien
Interessenkonflikt
B. Steiner gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Dieser Beitrag beinhaltet keine von der Autorin durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren. Die im Rahmen dieser Studie erhobenen Daten wurden nach den Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) zum Zweck der Auswertung und Veröffentlichung anonymisiert. Die Einwilligung der Teilnehmer erfolgte implizit durch ihre Teilnahme. Die Zustimmung einer Ethikkommission war nicht notwendig.
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