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07.09.2021 | CME

Wie das Gehirn die Welt im Alter mit allen Sinnen wahrnimmt

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Autoren:
PD Dr. Jan Peter Thomas, Prof. Dr. Christiane Völter, Prof. Dr. Rainer Wirth, Prof. Dr. phil. habil. Dipl.-Psych. Rainer Guthoff, Prof. Dr. Martin Grunwald, Prof. Dr. Thomas Hummel
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

M. Gosch, Nürnberg
H. J. Heppner, Schwelm
W. Hofmann, Lübeck
Die Autoren Jan Peter Thomas und Christiane Völter teilen sich die Erstautorenschaft

Zusammenfassung

Hintergrund

Altern ist ein multidimensionaler Prozess, der zu körperlichen, psychologischen und sozialen Veränderungen führt. Einschränkungen der peripheren Sensorik und ihrer zentralen Verarbeitung haben hieran einen erheblichen Anteil.

Material und Methoden

Selektive Literaturrecherche.

Ergebnisse

Neben spezifischen Erkrankungen der Sinnesorgane sind im fortgeschrittenen Lebensalter zusätzlich unspezifische altersbedingte degenerative Prozesse für die hohe Prävalenz von Sinneseinschränkungen in dieser Altersgruppe verantwortlich; diese können zu einer erheblichen Reduktion der Lebensqualität bei den Betroffenen führen. Einschränkungen der Gleichgewichtsfunktion, des Hörvermögens, Sehens, Riechens und der Somatosensorik sind mit einer Erhöhung der Sturzhäufigkeit und einer erhöhten Mortalität älterer Menschen assoziiert. Darüber hinaus gibt es Hinweise für einen Zusammenhang zwischen dem Vorliegen einer Hörstörung und der Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer Demenz. Neben der Funktionsfähigkeit jedes einzelnen Sinnesorgans für sich allein spielt die Fähigkeit der Integration teilweise widersprüchlicher Sinneswahrnehmungen eine zunehmende Rolle unter dem Einfluss altersbedingter Sinneseinschränkungen.

Schlussfolgerung

Im Umgang mit älteren und alten Menschen ist gezielt auf die Entwicklung von Einschränkungen sensorischer Funktionen zu achten, um durch eine möglichst frühzeitige und ggf. interdisziplinäre Therapie die daraus resultierenden Folgeerkrankungen zu minimieren. Daneben könnten multimodale Therapieansätze dazu beitragen, die Plastizität des Gehirns im Alter anzuregen.

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Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

• Themenbezogene Hefte behandeln Fragen der Gerontologie, der Biologie und Grundlagenforschung des Alterns und der geriatrischen Forschung

• Erweitert mit Beiträgen zu Therapie, Psychologie und Soziologie sowie der praktischen Altenpflege.  

• Hot topics von Experten knapp, aussagekräftig und provokativ kommentiert

Literatur
Über diesen Artikel