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01.09.2021 | Kontinenzpflege | Ausgabe 6-7/2021

ProCare 6-7/2021

Wenn Frau und Mann nicht darüber sprechen

Kontinenz- und Stomaberatung macht Ausscheidung zum Thema

Zeitschrift:
ProCare > Ausgabe 6-7/2021
Autor:
DGKP Adelheid Anzinger
Kontinenz für Harn und Stuhl — eine Selbstverständlichkeit, die wir spätestens bis zum 5. Lebensjahr erreichen. Dann machen wir uns keine Gedanken mehr darüber, wie wir sie so gut wie möglich erhalten und pflegen können. Erst wenn die Kontinenz abhanden kommt, wenn sie beeinträchtigt ist, rückt sie wieder in den Fokus — ist aber mit großer Scham besetzt und wird daher ungern angesprochen. Die Kontinenzpflege sollte daher bereits von Kindheit an begleitend passieren, damit es zu keinen falsch antrainierten Angewohnheiten kommt, welche dann in späteren Jahren Konsequenzen haben. Auch Krankheiten, Operationen, Therapien können plötzlich eine gut funktionierende Kontinenz völlig aus dem Lot bringen, können zum Kontrollverlust der Ausscheidung führen. Als Kontinenz- und Stomaberatung leistet die Pflege einen wichtigen Beitrag, Kontinenz wieder herzustellen oder Betroffene so gut wie möglich zu beraten, damit diese möglichst wenig beeinträchtig sind. ...

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