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Antibiotic Stewardship in Krankenhaus und Arztpraxis

Über dieses Buch

Dieses Buch ist Lehrbuch und Nachschlagewerk in einem, wenn es um die praktische Umsetzung des „One Health-Konzeptes“ zur Bekämpfung von multiresistenten Krankheitserregern in Krankenhaus und Arztpraxis geht. An der praktischen Umsetzung orientiert fasst es die Inhalte der aktuellen Leitlinien zu rationalen Antiinfektivastrategien zusammen und verhilft so zur optimierten Behandlung von Infektionen, zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen und zur Verbesserung der Patientensicherheit.

Perfekt für „Antibiotikabeauftragte Ärzte“ und die strukturierte curriculare Fortbildung (fellow-, advanced- und expert-Kurs) zu „Antibiotic Stewardship“. Die 2. Auflage wurde komplett aktualisiert und ist auch für die Anwendung in der Arztpraxis gedacht.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Multiresistente Erreger (MRE) – Entwicklung, Epidemiologie, Einordnung in krankenhaushygienische und infektionspräventive Zusammenhänge

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Der Begriff der Resistenz wurde bereits verwendet, als Kossiakoff 1887 bemerkte, dass Bakterien, die ursprünglich von Borsäure, Phenol und Quecksilber getötet wurden, mit der Zeit tolerant gegenüber diesen Substanzen wurden (Kossiakoff 1887). Diese machen sich ihre genetische Variabilität, zahlreiche intrinsisch vorhandene Resistenzmechanismen, multiple Modi des Genaustauschs und die kurze Generationszeit im Sinne einer raschen Selektion und Mikroevolution zunutze. In diesem Kapitel werden die Epidemiologie einiger wichtiger resistenter Erreger und ihre krankenhaushygienische Bedeutung zusammengefasst und eine Risikobewertung durchgeführt.
  3. 2. One Health Approach und die Bedeutung von Antibiotic Stewardship

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, der Ausbreitung von resistenten Erregern zu begegnen:
    • erstens eine Senkung des Antibiotikaeinsatzes bei Mensch und Tier, damit weniger resistente Keime selektioniert und weniger resistente Keime in die Umwelt eingetragen werden,
    • zweitens eine Begrenzung der Ausbreitung durch Übertragung (Infektionsprävention/Hygiene).
    Interdisziplinäre und internationale Forschung ist notwendig, um Wissenslücken zu schließen und der Komplexität des Problems Rechnung zu tragen. Diese Anstrengungen werden heutzutage unter dem Begriff „One-Health-Konzept“ zusammengefasst und auch auf politischer Ebene diskutiert.
  4. 3. Gesetzliche Grundlagen

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel fasst die wichtigsten Aspekte zum Thema ABS in der einschlägigen Gesetzgebung und der gesetzlichen Qualitätssicherung zusammen.
  5. 4. Das ABS-Team

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel beleuchtet die Struktur und Aufgaben des ABS-Teams, gibt Hinweise zu Implementierungsstrategien und beleuchtet die Bedeutung des Entlassmanagements sowie der Einbeziehung von Patienten und Angehörigen und des Themas Impfungen für das Antibiotic Stewardship.
  6. 5. Der Antibiotic-Stewardship-Werkzeugkasten

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel erläutert die einzelnen Bausteine eines ABS-Programmes vom Umgang mit Resistenzstatistiken und Verbrauchsdaten bis zur Durchführung von ABS-Visiten.
  7. 6. Wer viel misst, misst viel Mist?

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Antibiotic Stewardship kann als gelebtes Qualitätsmanagement angesehen werden. Dieses Kapitel beschreibt mögliche Qualitätsindikatoren und ihre Anwendung im Alltag.
  8. 7. Spezielle Strategien und ihre Umsetzung im Alltag

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel widmet sich speziellen Strategien im Rahmen des ABS, insbesondere zur Dosisoptimierung und zum Therapeutischen Drugmonitoring, der Deeskalation empirisch begonnener Therapien bis zur ambulanten intravenösen Therapie in speziellen Fällen.
  9. 8. Diagnostic Stewardship

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel widmet sich der Vermeidung unnötiger mikrobiologischer Diagnostik.
  10. 9. Bewertung mikrobiologischer Befunde

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    In diesem Kapitel geht es um die Gestaltung und Bewertung von Antibiogrammen.
  11. 10. Substanzklassen und Anwendungsgebiete in der Übersicht unter ABS-Gesichtspunkten

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel widmet sich wichtigen Eigenschaften der verschiedenen Substanzklassen, der Dosisanpassung bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen sowie den Besonderheiten bei Schwangerschaft und in der Stillzeit.
  12. 11. Wichtige Antibiotikaindikationen und Krankheitsbilder unter ASB-Gesichtspunkten

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel widmet sich verschiedenen Indikationen für Antibiotika und den entsprechenden Therapieempfehlungen unter ABS-Gesichtspunkten.
  13. 12. Wie würden Sie entscheiden? Fallvignetten aus der ABS-Beratung

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel beinhaltet einige Praxisbeispiele der ABS-Beratung, wie sie beispielsweise bei ABS-Visiten anzutreffen sind.
  14. 13. Antifungal Stewardship

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel beleuchtet die Aspekte des Einsatzes antifungaler Medikamente im Rahmen von ABS-Programmen im Sinne von Antifungal Stewardship.
  15. 14. Besonderheiten in der ambulanten Praxis und bei Reiserückkehrern

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel befasst sich mit speziellen Aspekten des ABS in der ambulanten Praxis und der Fieberabklärung von Reiserückkehrern.
  16. 15. Suche nach neuen Antibiotika und Therapiealternativen

    Sebastian Schulz-Stübner
    Zusammenfassung
    Dieses Kapitel gibt einen kurzen Überblick über die Optionen der Antibiotikaentwicklung und mögliche zukünftige Therapiealternativen.
  17. Backmatter

Titel
Antibiotic Stewardship in Krankenhaus und Arztpraxis
Verfasst von
Sebastian Schulz-Stübner
Copyright-Jahr
2024
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-68836-6
Print ISBN
978-3-662-68835-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-68836-6

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