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2017 | Weiterbildung | Buch

Dienstübergabe in der Pflege

Einführung und Umsetzung im Team

verfasst von: Andreas Blank, Nicole Zittlau

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Strukturiert, informativ und auf den Punkt!
Dieses Buch richtet sich an Pflegende in Leitungspositionen und Praktiker in stationären und ambulanten Einrichtungen, und zeigt, wie sie ihren Kollegen zum Schichtende alle wichtigen Informationen zu den Patienten sinnvoll weitergeben können. Welche Reihenfolge ist bei der Informationsweitergabe angebracht und welche Herausforderungen bringt eine Vielfältigkeit der Übergabe mit sich? Die erfahrenen Autoren zeigen konkrete Beispiele und beleuchten einzelne Aspekte der Kommunikation. Außerdem machen sie deutlich, wie wichtig professionelle Sprache und Auftreten sind.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Stellenwert der Übergabe
Zusammenfassung
„Können wir jetzt Übergabe machen?“ – Dies ist eine ständig wiederkehrende Frage in nahezu allen pflegerischen Berufen. Eine Frage, die eigentlich eine Aufforderung ist, da die Übergebenden die betreuten Patienten und die Verantwortung an die Übernehmenden weitergeben möchten, um den Dienst zu beenden. Was aber ist der Stellenwert einer zeitgemäßen Übergabe?
Andreas Blank, Nicole Zittlau
2. Das Problem der Übergabe
Zusammenfassung
Jede Pflegende führt täglich eine Übergabe durch. Den Ergebnissen einer Studie zufolge sind Pflegende allerdings mit vielen Faktoren der Übergabesituation nicht zufrieden. In diesem Kapitel wird auf die Studie Bezug genommen und anhand eines kurzen Fragebogens können Sie überlegen, wie zufrieden Sie mit den Übergaben in Ihrem Bereich sind und ob ein Optimierungsbedarf angezeigt ist.
Andreas Blank, Nicole Zittlau
3. Übergaben
Zusammenfassung
Übergaben in der Pflege können unterschiedliche Ziele verfolgen und in ebenso unterschiedlichen Formen stattfinden. In diesem Kapitel werden sowohl die Ziele wie auch die verschiedenen Formen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen ausführlich erläutert. Zudem finden sie Informationen über die Dauer einer Übergabe.
Andreas Blank, Nicole Zittlau
4. Wirksame Informationsweitergabe

In diesem Kapitel wird detailliert auf eine effektive Informationsweitergabe innerhalb der Übergabe eingegangen. Zu Beginn werden die unterschiedlichen Informationsarten definiert und eine Relevanz nutzbarer Informationen für die Übergabe beschrieben und festgelegt. Informationen können aus diversen Quellen eine Wichtigkeit für ein Übergabegespräch haben. Um sie effektiv zu bündeln, werden in diesem Kapitel einige praktische Impulse gegeben. In der Flut von Patienteninformationen in der heutigen Versorgungslandschaft werden gezielte Möglichkeiten aufgezeigt, die wichtige Informationen von unwichtigen unterscheiden. Zum Abschluss wird eindeutig darauf hingewiesen, auf welche Weise Informationen gesichert werden, wie z. B. über das Pflegedokumentationssystem oder in Form von Fallbesprechungen. Auch das professionelle Auftreten der Pflegefachkraft wird zum Abschluss beschrieben und eine klare Positionierung dieser im Rahmen der Informationsweitergabe verdeutlicht.

Andreas Blank, Nicole Zittlau
5. Die Vielfältigkeit der Übergabe
Zusammenfassung
Eine Übergabe sollte von einer Präzision und zeitlichen Effizienz klar geprägt sein. Die pflegerische Praxis zeigt jedoch, dass weder klare Informationen noch zeitlich strukturelle Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Pflegekräfte berichten immer wieder von intuitiv geführten Übergaben, in denen ein roter Faden fehlt. Diese Dilemmasituation und die sich daraus ergebenen Problematiken aus der Pflegepraxis werden aufgegriffen und praxisnahe Lösungswege aufgezeigt. Hierbei werden vier unterschiedliche Intentionen der Übergabe beschrieben und anschließend diverse Ablaufstrukturen von Übergaben als Umsetzungsform für die Praxis erläutert. Dazu wird zu Beginn ein grober Orientierungsrahmen der Übergabe skizziert und in drei Phasen, die Eröffnungsphase, Kernphase und Beendigungsphase, zur besseren Struktur eingeteilt. Folgend beschriebene Übergabeformen orientieren sich an dieser Vorgabe. Die dreizehn unterschiedlichen Übergabearten werden inhaltlich klar beschrieben und anhand von praktischen Umsetzungshinweisen transparent dargestellt, um sie in der pflegerischen Praxis schnellstmöglich anwenden zu können. Im Anschluss werden mögliche Faktoren aufgezeigt, die zu einer potenziellen Störung der Übergabe führen. Auch hier gibt es alternative Ideen, wie diesen in der Praxis vorgebeugt werden kann. In einer abschließenden Perspektivbeschreibung wird das moderne Bild der Übergabe als Qualitätsinstrument beschrieben und die Wichtigkeit der Umsetzung einer neuen Informationskultur erörtert. Sie werden ermutigt sich im Rahmen der Übergabe professionell zu darzustellen und Ihre Berufsgruppe im Gesundheitskontext klar zu positionieren.
Andreas Blank, Nicole Zittlau
6. Kommunikation in Übergaben
Zusammenfassung
Die Pflege steht unter Druck-das ist leider nicht neu. Beunruhigend und unbedingt erwähnenswert ist allerdings, dass sich inzwischen auch die Sprachgewohnheiten von Pflegekräften verändert haben. „Keine Ahnung, ich bin da nicht zuständig“ oder „Der Ehemann nervt voll ab!“ sind nur zwei Beispiele. In diesem Kapitel wird darauf Bezug genommen und es werden konkrete Möglichkeiten vorgestellt, die Sprach- und Gesprächskompetenz Pflegender positiv zu beeinflussen. Daneben wird das Genderverhalten in Übergaben thematisiert und es findet eine Sensilibisierung für den Aspekt der Jugendsprache in der Pflege statt.
Andreas Blank, Nicole Zittlau
7. Psychohygiene
Zusammenfassung
Lauterbach und andere Autoren beobachteten, dass Übergaben in der Pflege auch als „emotionale Entlastungsmomente“ genutzt werden. Im Rahmen der „Burn-und-Cool-out-Prophylaxe“ sind dies absolut notwendige Aspekte. Entscheidend ist jedoch, dass wirklich belastende und problematische Situationen in Übergaben nicht den Raum haben, den sie benötigen, um sie reflektieren zu können. Deshalb gehört ein solcher Austausch nicht in eine Übergabe. Im diesem Kapitel werden professionelle Entlastungsmöglichkeiten für Pflegende vorgestellt. Die Besonderheit besteht darin, dass hier eine 10-minütige Kartensequenz vorgestellt wird, die täglich direkt an jede Übergabe angeschlossen werden kann, um schöne und belastende Situationen gezielt zu erfassen und sie zu reflektieren. Zudem werden die Elemente der Fallbesprechung und der Supervision ausführlich vorgestellt.
Andreas Blank, Nicole Zittlau
8. Rahmenbedingungen
Zusammenfassung
Wie andere Besprechungen benötigen auch Übergaben in der Pflege Rahmenbedingungen um geplant und effektiv zu verlaufen. Zu solchen Bedingungen gehören neben einem adäquaten Raum u. a. Patienten- oder Bewohnerlisten sowie die Klarheit über teilnehmende Personen. Nicht unwesentlich sind aber auch zeitliche Fragen und die Auswahl einer geeigneten Übergabeform. Abschließend wird in diesem Kapitel geklärt, wie effektiv der Einsatz des bekannten „Bitte nicht stören“-Schildes ist, und ob die Einführung eines Übergaberituals für jedes Team zielführend ist.
Andreas Blank, Nicole Zittlau
9. Übergabe am Patientenbett
Zusammenfassung
In der heutigen Pflegelandschaft wird die Betreuung und Versorgung von Menschen immer umfangreicher, genauer und individueller. Eine Pflegekraft muss in kürzester Zeit unterschiedliche Arten von Informationen aufnehmen, verarbeiten, analysieren und weiterführende Schritte einleiten und das nicht nur bei einem Pateinten, sondern für viele. Ein effektives Instrument zur Entlastung der Pflegekraft und v. a. zur optimierten Versorgung des Menschen wird der patientenbezogenen Übergabe ein besonders hoher Stellenwert beigemessen und hier genauer dargestellt. Der Einbezug des Menschen ist bei der Pflegevisite von elementarer Bedeutung, da er aktiv in seinen Genesungsprozess einbezogen wird und selbstbestimmt ist. Nach einer klaren Definition wird auch hier eine übertragbare Grobstruktur beschrieben, die in der praktischen Umsetzung berücksichtigt werden kann. Anhand der Beschreibung der unterschiedlichen Arten der Pflegevisite, kann eine Übertragung auf diverse Praxisbereiche erfolgen. Somit wird verdeutlicht, dass eine Visite nicht nur der medizinischen Versorgung zugesprochen wird, sondern für den pflegerischen Anteil ebenso effektiv und v. a. praxisnah ist. Auch hier werden die Vor- und Nachteile klar benannt, um mögliche Fehler in der praktischen Durchführung frühestmöglich auszuschalten.
Andreas Blank, Nicole Zittlau
10. Rechtliche Aspekte der Informationsweitergabe
Zusammenfassung
Hier werden die rechtlichen Aspekte im Rahmen der Informationsweitergabe des Übergabegesprächs aufgegriffen und dargestellt. Es besteht lediglich eine Pflicht zur Dokumentation von Daten, im Rahmen des Übergabegesprächs selbst gibt es keine eindeutige rechtliche Grundlage. Der Sinn und Zweck der Patientendokumentation wird anhand der Punkte Sicherung von Informationen, Arbeitsinstrumente und Archivierung von Informationen dargestellt. Anschließend werden die Grundlagen für die Weitergabe von Informationen erläutert, die in erster Linie im Sozialgesetzbuch verankert sind. Nach der Verdeutlichung der rechtlichen Folgen bei Nichteinhaltung werden die rechtlich wesentlichen Inhalte der Pflegedokumentation aufgeführt. Den Abschluss bildet eine kurze Stellungnahme von Pflegekräften aus der Praxis.
Andreas Blank, Nicole Zittlau
11. Auf einem Blick
Zusammenfassung
Übergaben in der Pflege werden weder in der Ausbildung noch in der Fort- und Weiterbildung schwerpunktmäßig thematisiert. Da sie aber informativ, strukturiert und zeitaufwändig sind benötigen Pflegende dafür ein klares Konzept. Unter Einbeziehung der hier vorgestellten Aspekte des veränderten Übergabekonzepts, wie z. B. die Ziele und die Form einer Übergabe können sie anhand der folgenden Ausführungen und der Struktur-Mindmap Ihre Übergaben effektiv und ressourcenschonend gestalten.
Andreas Blank, Nicole Zittlau
Backmatter
Metadaten
Titel
Dienstübergabe in der Pflege
verfasst von
Andreas Blank
Nicole Zittlau
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-54622-2
Print ISBN
978-3-662-54621-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-54622-2