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Warum wollen Krankenpflegefachkräfte ihre Arbeitsplätze verlassen und was kann das Krankenhausmanagement dagegen tun?

  • 19.04.2017
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Die erhöhte Bereitschaft zum Arbeitsplatzwechsel sowie steigende Fluktuationsraten unter Krankenpflegekräften wurden bereits in einer Vielzahl von internationalen, vorrangig quantitativen Studien adressiert sowie nach relevanten Gründe geforscht, um daraus Erfolgsstrategien abzuleiten.

Zielstellung

Vorliegender Artikel möchte einen Schritt weitergehen, indem er die im Vorfeld quantitativ erhobenen Ergebnisse der internationalen Pflegestudie RN4Cast (Registered Nurse Forecasting) zur Wechselabsicht unter dem Pflegepersonal anhand von Experteninterviews validiert und hinterfragt, mit dem Ziel der Identifizierung von in der Praxis etablierten, erfolgreichen Strategien zur Mitarbeiterbindung.

Daten und Methode

Dafür wurden in 7 der 49 deutschen RN4Cast-Studienkrankenhäusern Interviews mit Vertretern des Pflegemanagements geführt.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Interviews zeigen deutlich den weitreichenden Einfluss eines zentral gesteuerten und verantwortungsbewussten Führungsmanagements auf die Wechselabsicht des Pflegepersonals.

Diskussion

Es wird deutlich – in Einklang mit relevanter internationaler Literatur – dass die Lösung zur erfolgreichen Retention nicht in einem einzelnen Konzept liegt, z. B. der pflegerischen Personalausstattung, sondern in einem Bündel an Maßnahmen, abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse der einzelnen Krankenhäuser.

Schlussfolgerung

Entscheidungsträger in Krankenhäusern sollten daher Energie darauf verwenden, relationale Führungsstile zu fördern und bei Einstellungen des Führungspersonals neben fachlichen Qualifikationen stärker auf Soft Skills zu achten sowie das Personal dahingehend regelmäßig zu schulen.
Titel
Warum wollen Krankenpflegefachkräfte ihre Arbeitsplätze verlassen und was kann das Krankenhausmanagement dagegen tun?
Verfasst von
Britta Zander
Publikationsdatum
19.04.2017
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
HeilberufeScience / Ausgabe 2/2017
Elektronische ISSN: 2190-2100
DOI
https://doi.org/10.1007/s16024-017-0299-6
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