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Versorgungsplanung für Menschen mit Demenz am Übergang von der Häuslichkeit ins Pflegeheim: der „Balance-of-Care“-Ansatz im RightTimePlaceCare-Projekt in Deutschland

  • 15.02.2019
  • Originalien
Erschienen in:

Zusammenfassung

Ziel

Der „Balance-of-Care“-Ansatz ist ein strategisches Instrument zur Ressourcenplanung, mit dessen Hilfe die Angemessenheit von Versorgungsarrangements und deren Kostenimplikationen erforscht werden können. Wir beschreiben eine Balance-of-Care-Anwendung bei Menschen mit Demenz in Deutschland am Übergang zwischen häuslicher und stationärer Versorgung.

Methoden

In einem sequenziellen „mixed methods design“ wurden auf strukturierte Weise empirische Daten, die Einschätzung professioneller Akteure im Gesundheitswesen (Panels) und Kostenschätzungen verknüpft. Daten wurden im Rahmen des Projektes RightTimePlaceCare an 235 Menschen mit Demenz und ihren pflegenden Angehörigen in 2 Pflegesettings, Häuslichkeit und Pflegeheim, erhoben.

Ergebnisse

Basierend auf 5 Schlüsselvariablen wurden Typisierungen von Menschen mit Demenz mit vergleichbaren Bedarfen entwickelt. In den Panels wurde 4 Typisierungen identifiziert, die Personen repräsentieren, die gegenwärtig im Pflegeheim leben, und die ein Potenzial für eine Betreuung in der Häuslichkeit oder betreutes Wohnen haben. Für diese 4 Typisierungen wurden exemplarische häusliche Versorgungsarrangements ausgearbeitet, mit Kostenschätzungen belegt und mit den Kosten einer stationären Versorgung verglichen.

Diskussion

Für spezifische Gruppen von Menschen mit Demenz in Deutschland, die in der Realität stationär versorgt werden, könnte es Möglichkeiten für eine Betreuung in der Häuslichkeit geben. Trotz Limitierungen belegt diese Studie erstmals für Deutschland das Potenzial des Balance-of-Care-Ansatzes, für Menschen mit Demenz strukturierte Empfehlungen zur Versorgungsplanung zu generieren.
Titel
Versorgungsplanung für Menschen mit Demenz am Übergang von der Häuslichkeit ins Pflegeheim: der „Balance-of-Care“-Ansatz im RightTimePlaceCare-Projekt in Deutschland
Verfasst von
PD Dr. rer. med. Dipl.-Psych. Anja Broda
Prof. Dr. rer. pol. Ansgar Wübker
Dr. rer. pol. Patrick Bremer
Prof. Dr. phil. Gabriele Meyer
Anna Renom Guiteras, PhD
Prof. Dr. rer. pol. Dirk Sauerland
Dr. rer. medic. Astrid Stephan
Publikationsdatum
15.02.2019
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie / Ausgabe 8/2019
Print ISSN: 0948-6704
Elektronische ISSN: 1435-1269
DOI
https://doi.org/10.1007/s00391-019-01510-w
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