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11.09.2018 | Originalien

Validierung des Geriatrie-Checks in einer Kohorte von stationären neurologischen Patienten

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Autoren:
Markus A. Hobert, Felix P. Bernhard, Kristina Bettecken, Jennifer Sartor, Walter Maetzler, Michael Jamour
Wichtige Hinweise

Rolle der Autoren

Planung und Konzept der Studie: M.A. Hobert, W. Maetzler, M. Jamour; Datenerhebung: F.P. Bernhard, K. Bettecken, J. Sartor; Statistische Auswertung: M.A. Hobert; Entwurf des Manuskripts: M.A. Hobert, M. Jamour; Korrekturen und Genehmigung des endgültigen Manuskriptes: Alle Autoren.

Verfügbarkeit der Daten

Daten dieser Studie können für Kooperationsprojekte gerne zur Verfügung gestellt werden. Bitte kontaktieren Sie hierfür die Autoren.

Zusammenfassung

Hintergrund

Der Geriatrie-Check wurde als Screeninginstrument zur Identifikation von alten Patienten mit geriatrischem Handlungsbedarf im Krankenhaus entwickelt. Der Geriatrie-Check wird im Geriatriekonzept Baden-Württemberg 2014 empfohlen, auch wenn es bislang keine publizierte Validierung gibt. Die Durchführung dauert 3–5 min.

Ziel der Arbeit

Validierung der Ergebnisse des Geriatrie-Checks an einer Kohorte aus stationären neurologischen Patienten mit und ohne geriatrischen Merkmalskomplex.

Methodik

In einer Querschnittsstudie wurden 107 stationäre Patienten ab 70 Jahren (41 % Frauen, mittleres Alter 76,7 Jahre) auf den neurologischen Normalstationen des Universitätsklinikum Tübingen mit dem Geriatrie-Check und einem ausführlichen geriatrischen Assessment untersucht.

Ergebnisse

Der Geriatrie-Check klassifizierte 61 Teilnehmer (57 %) als geriatrische Patienten. Diese Patienten mit einem auffälligen Ergebnis im Geriatrie-Check waren häufiger gebrechlich („frailty“ nach Fried et al.), hatten höhere Werte im Gérontopôle Frailty Screening Tool, höhere Werte im Screening nach Lachs et al., eine langsamere Gehgeschwindigkeit, eine geringere Handkraft, eine längere Zeit im Timed-Up-and-Go-Test, mehr Sturzangst in der Falls Efficacy Scale – International, einen niedrigeren Wert im Mini-Mental-Status-Test, längere Zeiten im Trail Making Test A und B, höhere Werte im Beck’s Depressions Inventar II und geringere Werte in der visuellen Analogskale des EQ-5D sowie einen höheren Anteil von Patienten, die mehr als 5 verschiedene Medikamente einnahmen.

Interpretation und Zusammenfassung

Der Geriatrie-Check erweist sich als ein nützliches Werkzeug für die spezifische Erkennung von geriatrischen Patienten aufgrund der guten Übereinstimmung mit den Ergebnissen des geriatrischen Assessments.

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Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

• Themenbezogene Hefte behandeln Fragen der Gerontologie, der Biologie und Grundlagenforschung des Alterns und der geriatrischen Forschung

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Literatur
Über diesen Artikel