Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

16.01.2017 | Originalien | Ausgabe 3/2018 Open Access

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 3/2018

Validierung der deutschen Fassung des Six-Item Screeners

Kognitiver Kurztest mit breiten Anwendungsmöglichkeiten

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Dr. S. Krupp, A. Seebens, J. Kasper, M. Willkomm, F. Balck

Zusammenfassung

Hintergrund

Besonders in der Aufnahmesituation soll die Erfassung alltagsrelevanter kognitiver Defizite Patient und Untersucher möglichst wenig belasten. Der Six-Item Screener (SIS) dauert etwa 1 min, ist leicht erlernbar, erfordert kein Material und ist unabhängig von den Seh- und feinmotorischen Fähigkeiten des Patienten. Die Erstveröffentlichung erfolgte 2002 durch Callahan, der die vorliegende deutsche Übersetzung genehmigte.

Ziel der Arbeit

Wir überprüften die konvergente und diskriminante Validität, Reliabilität und Änderungssensitivität der deutschen Übersetzung bei geriatrischen Patienten.

Material und Methoden

Es absolvierten 165 Patienten der Akutgeriatrie in den ersten 16 Tagen: SIS (4-mal), Mini-Mental State Examination (MMSE, 2‑mal), Uhrentest nach Shulman (2-mal), Regensburger Wortflüssigkeitstest (2-mal) und Montgomery-Åsberg Depression Rating Scale. Als Referenzstandard diente das Gesamturteil eines in Bezug auf die Testergebnisse verblindeten Arztes.

Ergebnisse

Der SIS korrelierte eng mit dem ärztlichen Urteil (−0,729). Die Retest-Reliabilität lag bei 0,705, die interne Konsistenz bei 0,821 (Cronbachs α). Die Sensitivität für das Erfassen alltagsrelevanter kognitiver Störungen betrug 100 %, wenn ein Grenzwert von 5 Punkten gewählt wurde. Bei voller Punktzahl sind auch leichte kognitive Störungen weitgehend ausgeschlossen.

Schlussfolgerung

Der SIS ist ein valider, reliabler kognitiver Kurztest. Unter Verwendung eines Grenzwerts von 5 erfasst er alltagsrelevante kognitive Defizite mit höherer Sensitivität als die MMSE beim Grenzwert von 25. Erreichen klinisch unauffällige geriatrische Patienten den Maximalwert, besteht keine medizinische Indikation zu weiterem kognitiven Assessment. Kürze und einfache Durchführbarkeit des SIS erlauben seine Anwendung auch außerhalb geriatrischer Stationen.

Unsere Produktempfehlungen

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

• Themenbezogene Hefte behandeln Fragen der Gerontologie, der Biologie und Grundlagenforschung des Alterns und der geriatrischen Forschung

• Erweitert mit Beiträgen zu Therapie, Psychologie und Soziologie sowie der praktischen Altenpflege.  

• Hot topics von Experten knapp, aussagekräftig und provokativ kommentiert

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 3/2018

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 3/2018 Zur Ausgabe

Journal Club

Journal Club

Mitteilungen des BV Geriatrie

Mitteilungen des BV Geriatrie

Mitteilungen der DGG

Mitteilungen der DGG