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01.06.2013 | Originalien | Ausgabe 4/2013

Notfall +  Rettungsmedizin 4/2013

Unterschiedliche Hauptverletzungszonen des schwerverletzten Zweiradfahrers

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 4/2013
Autoren:
Dr. T. Helfen, L. Ney, W. Mutschler, S. Grote

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Inzidenz schwerverletzter Fahrrad- und Motorradfahrer ist laut Statistik zwar ähnlich, die Verletzungsmuster beider Kollektive scheinen jedoch deutlich zu variieren. Ziel der vorliegenden retrospektiven Arbeit war die Differenzierung der Verletzungsmuster in diesen beiden Zweiradkollektiven Schwerverletzter.

Methoden

Über einen Zeitraum von 80 Monaten wurden bei schwerverletzten Zweiradfahrern (ISS ≥ 16), die über den Schockraum unserer Klinik aufgenommen wurden, alle Verletzungen nach erfolgter Diagnostik erfasst. Im Vorfeld der Studie wurden einzelne Verletzungsregionen definiert und die erfassten Verletzungen hierin eingeteilt.

Ergebnisse

Bei 33 Fahrradfahrern mit einem mittleren ISS von 30,8 ± 14,5 wurden 202 Verletzungen und bei 19 Kraftradfahrern mit einem mittleren ISS von 33,4 ± 17,3 96 Verletzungen erfasst. Verletzungen des Kopfes traten im Kollektiv der Fahrradfahrer signifikant häufiger auf (p < 0,001). Vor allem Verletzungen des Gehirns waren Grund für diesen Unterschied. Frakturen im Bereich der oberen und unteren Extremitäten begründeten im Kollektiv der Kraftradfahrer den signifikanten Unterschied beider Kollektive (p < 0,001). Für Verletzungen des Thorax, der Wirbelsäule, des Abdomens, des Beckens und für systemische Verletzungsfolgen konnten keine signifikanten Unterschiede nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung

Als hochrelevante Verletzungsregion des schwerverletzten Fahrradfahrers konnte der Kopf identifiziert werden, beim schwerverletzten Kraftradfahrer hingegen sind Verletzungen der Extremitäten in der Regel Grund für den Status „schwerverletzt“ (ISS ≥ 16).

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