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01.04.2014 | Beiträge zum Themenschwerpunkt | Ausgabe 3/2014

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 3/2014

Traumatische Erfahrungen in der älteren deutschen Bevölkerung

Bedeutung für die psychische und körperliche Gesundheit auf Bevölkerungsebene

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 3/2014
Autor:
PD Dr. H. Glaesmer

Zusammenfassung

Hintergrund

Der Zweite Weltkrieg ist das wohl erschütterndste und schwerwiegendste historische Ereignis der jüngeren Vergangenheit. Die Erforschung der gesundheitlichen Folgen der traumatischen Erfahrungen hat erst in den letzten Jahren begonnen.

Ziel der Arbeit

Es wird ein Überblick über die Befunde aus bevölkerungsbasierten Studien zu den psychischen und körperlichen Folgen traumatischer Erfahrungen der heutigen älteren Bevölkerung (vor 1946 geboren), insbesondere aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges gegeben.

Material und Methoden

Die präsentierten Daten stammen aus mehreren großen bevölkerungsrepräsentativen Studien zu verschiedenen Aspekten körperlicher und psychischer Beschwerden sowie traumatischen Ereignissen.

Ergebnisse

Von mindestens einem traumatischen Ereignis berichten 40–50 % der Älteren, wobei kriegsbezogene traumatische Ereignisse eine zentrale Rolle spielen. Die traumatischen Erfahrungen gehen mit erhöhten Raten depressiver und somatoformer Störungen, posttraumatischer Belastungsstörungen, aber auch körperlicher Erkrankungen einher. Sie sind zudem mit erhöhter medizinischer Inanspruchnahme assoziiert.

Schlussfolgerungen

Die Befunde unterstreichen wie langfristig und vielfältig die Folgen traumatischer Erfahrungen sind. Einige der Älteren benötigen psychotherapeutische Betreuung. Ein spezieller Behandlungsansatz, die internetbasierte Schreibtherapie (integrative Testimonial-Therapie, ITT) wird deshalb kurz vorgestellt. Die Mehrheit der Älteren ist jedoch in anderen Bereichen der medizinischen Versorgung zu finden. Es ist deshalb wünschenswert, den historisch-biographischen Hintergründen mehr Beachtung zu schenken und aktuelle Beschwerden auch vor diesem Hintergrund zu sehen.

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Literatur
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