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Ekel - Professioneller Umgang mit Ekelgefühlen in Gesundheitsfachberufen

Über dieses Buch

Das Pocketbuch unterstützt Angehörige von Gesundheitsberufen in einem offenen Umgang mit Ekelgefühlen. Die Autorin erläutert anhand vieler Beispiele die Zusammenhänge zwischen Ekel, Scham und Gewalt. Weiterhin werden Maßnahmen und Strategien vorgeschlagen, wie jeder Mitarbeiter, das Team und auch die Institution für einen "gesunden" und erträglichen Umgang mit Ekelsituationen sorgen kann. Praxistipps, Selbsttests und Übungen binden den Leser aktiv in die Auseinandersetzung mit ein und erleichtern einen Umgang mit Ekelsituationen im Berufsalltag. Denn ein offener Umgang mit diesem Thema nützt dem Team und dem Patienten bzw. Bewohner.

Pflegekräfte und andere Gesundheitsberufe kommen berufsbedingt regelmäßig in Situationen, die Ekel erregen können. So gehört der Umgang mit großen Wunden, Dekubiti, Verstümmelungen, Inkontinenz oder künstlichen Körper ausgängen zum Berufsalltag. Jedoch werden Ekelgefühle meist noch tabuisiert, verleugnet oder verdrängt – „Ein Profi darf sich doch nicht ekeln!“ Dieses Verhalten birgt Gefahren wie z.B. Burn-Out (wenn unterdrückte Gefühle implodieren) oder Gewalt (wenn unterdrückte Gefühle explodieren). So ist in der Bewältigung dieser Ekelgefühle die schwierigste Voraussetzung, Ekel zuzulassen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Ekel - immer noch ein Tabuthema in Pflege- und Gesundheitsberufen

    Marion Jettenberger
    Zusammenfassung
    Ekel ist natürliches Gefühl der Abneigung und des Widerwillens, wie wir es alle kennen. In Pflegeberufen sind wir jedoch häufiger mit ekelerregenden Substanzen konfrontiert, sei es mit Wunden, Eiter, Stuhl, Urin, Erbrochenem o- Ä.
  3. 2. Gefühle in Ekelsituationen

    Marion Jettenberger
    Zusammenfassung
    Ekel ruft in uns blitzschnell Gefühle und Reaktionen, wie Naserümpfen, Übelkeit, Würge- und Brechreiz, Fluchtreaktion, Abwehrhaltung, oder sogar Stress, eine Veränderung der Pulsfrequenz und Herpes hervor. Diese Reaktionen und Gefühle sind nicht willentlich kontrollier- oder beeinflussbar. Außerdem scheint diese eine Art Restinstinkt mit Schutzfunktion zu sein, welche uns vor infektiösen und krankmachenden Substanzen schützen soll. Die Ekelwahrnehmung findet über unsere Sinne statt.
  4. 3. Verdrängen und Leugnen – normale Mechanismen

    Marion Jettenberger
    Zusammenfassung
    Wir verleugnen und verdrängen solche unliebsamen Tabuthemen wie Ekel sehr gerne. Doch die Folgen können dann Gewalt in der Pflege oder ein Burn-out sein. Weder die persönlichen Grenzen des Zu-Pflegenden, noch die des Pflegeprofis dürfen überschritten werden.
  5. 4. Ekelmanagement

    Marion Jettenberger
    Zusammenfassung
    In Einrichtungen des Gesundheitswesens ist ein adäquates Ekelmanagement sehr wichtig. Denn nur wenn wir Ekelgefühle im Gesundheitsberuf ernst nehmen und offen thematisieren und so einen gesunden Umgang mit Ekelgefühlen entwickeln, können Folgen wie Burn-out oder Aggressionen und Gewalt vermieden werden.
  6. 5. Fazit und abschließende Gedanken

    Marion Jettenberger
    Zusammenfassung
    Ekelgefühle dürfen nicht unterdrückt werden und müssen enttabuisiert werden, um ein gelingendes Ekelmanagement in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens zu ermöglichen.
  7. Backmatter

Titel
Ekel - Professioneller Umgang mit Ekelgefühlen in Gesundheitsfachberufen
Verfasst von
Marion Jettenberger
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-54155-5
Print ISBN
978-3-662-54154-8
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-54155-5

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