Ekel - Professioneller Umgang mit Ekelgefühlen in Gesundheitsfachberufen
- 2017
- Top im Gesundheitsjob
- Buch
- Verfasst von
- Marion Jettenberger
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
Über dieses Buch
Das Pocketbuch unterstützt Angehörige von Gesundheitsberufen in einem offenen Umgang mit Ekelgefühlen. Die Autorin erläutert anhand vieler Beispiele die Zusammenhänge zwischen Ekel, Scham und Gewalt. Weiterhin werden Maßnahmen und Strategien vorgeschlagen, wie jeder Mitarbeiter, das Team und auch die Institution für einen "gesunden" und erträglichen Umgang mit Ekelsituationen sorgen kann. Praxistipps, Selbsttests und Übungen binden den Leser aktiv in die Auseinandersetzung mit ein und erleichtern einen Umgang mit Ekelsituationen im Berufsalltag. Denn ein offener Umgang mit diesem Thema nützt dem Team und dem Patienten bzw. Bewohner.
Pflegekräfte und andere Gesundheitsberufe kommen berufsbedingt regelmäßig in Situationen, die Ekel erregen können. So gehört der Umgang mit großen Wunden, Dekubiti, Verstümmelungen, Inkontinenz oder künstlichen Körper ausgängen zum Berufsalltag. Jedoch werden Ekelgefühle meist noch tabuisiert, verleugnet oder verdrängt – „Ein Profi darf sich doch nicht ekeln!“ Dieses Verhalten birgt Gefahren wie z.B. Burn-Out (wenn unterdrückte Gefühle implodieren) oder Gewalt (wenn unterdrückte Gefühle explodieren). So ist in der Bewältigung dieser Ekelgefühle die schwierigste Voraussetzung, Ekel zuzulassen.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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1. Ekel - immer noch ein Tabuthema in Pflege- und Gesundheitsberufen
Marion JettenbergerZusammenfassungEkel ist natürliches Gefühl der Abneigung und des Widerwillens, wie wir es alle kennen. In Pflegeberufen sind wir jedoch häufiger mit ekelerregenden Substanzen konfrontiert, sei es mit Wunden, Eiter, Stuhl, Urin, Erbrochenem o- Ä. -
2. Gefühle in Ekelsituationen
Marion JettenbergerZusammenfassungEkel ruft in uns blitzschnell Gefühle und Reaktionen, wie Naserümpfen, Übelkeit, Würge- und Brechreiz, Fluchtreaktion, Abwehrhaltung, oder sogar Stress, eine Veränderung der Pulsfrequenz und Herpes hervor. Diese Reaktionen und Gefühle sind nicht willentlich kontrollier- oder beeinflussbar. Außerdem scheint diese eine Art Restinstinkt mit Schutzfunktion zu sein, welche uns vor infektiösen und krankmachenden Substanzen schützen soll. Die Ekelwahrnehmung findet über unsere Sinne statt. -
3. Verdrängen und Leugnen – normale Mechanismen
Marion JettenbergerZusammenfassungWir verleugnen und verdrängen solche unliebsamen Tabuthemen wie Ekel sehr gerne. Doch die Folgen können dann Gewalt in der Pflege oder ein Burn-out sein. Weder die persönlichen Grenzen des Zu-Pflegenden, noch die des Pflegeprofis dürfen überschritten werden. -
4. Ekelmanagement
Marion JettenbergerZusammenfassungIn Einrichtungen des Gesundheitswesens ist ein adäquates Ekelmanagement sehr wichtig. Denn nur wenn wir Ekelgefühle im Gesundheitsberuf ernst nehmen und offen thematisieren und so einen gesunden Umgang mit Ekelgefühlen entwickeln, können Folgen wie Burn-out oder Aggressionen und Gewalt vermieden werden. -
5. Fazit und abschließende Gedanken
Marion JettenbergerZusammenfassungEkelgefühle dürfen nicht unterdrückt werden und müssen enttabuisiert werden, um ein gelingendes Ekelmanagement in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens zu ermöglichen. -
Backmatter
- Titel
- Ekel - Professioneller Umgang mit Ekelgefühlen in Gesundheitsfachberufen
- Verfasst von
-
Marion Jettenberger
- Copyright-Jahr
- 2017
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Electronic ISBN
- 978-3-662-54155-5
- Print ISBN
- 978-3-662-54154-8
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-662-54155-5
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