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01.06.2016 | Originalien | Ausgabe 4/2016

Notfall +  Rettungsmedizin 4/2016

Therapeutische Hypothermie

Einfluss auf Laktatspiegel, Insulinbedarf und Flüssigkeitshaushalt

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 4/2016
Autoren:
Dr. D. Hasper, S. Koschek, C. E. Markus, F. Vornholt, C. Storm, J. M. Kruse

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Anwendung milder therapeutischer Hypothermie (MTH) ist heute Standard in der Postreanimationsphase. Neben der günstigen Beeinflussung der neurologischen Erholung sind jedoch Interferenzen mit einer Reihe von metabolischen und hämodynamischen Variablen möglich. Wir untersuchten daher die Flüssigkeitsbilanz sowie Laktat- und Glukosewerte bei Patienten unter MTH.

Material und Methoden

In diese retrospektive Studie wurden 88 mit MTH behandelte Patienten eingeschlossen. Die Laktat- und Glukosewerte wurden bei Aufnahme auf die Intensivstation und nach 24 h erfasst. Darüber hinaus wurden die Flüssigkeitszufuhr, Diurese und kumulative Dosis an Katecholaminen und Insulin ausgewertet. Die Daten wurden mit einer historischen Kontrollgruppe von 56 Patienten verglichen, die vor Einführung der MTH in unserer Klinik behandelt worden waren.

Ergebnisse

Die Laktatwerte unterschieden sich in den beiden Gruppen nicht. Ebenso ergab sich keine Differenz der applizierten Insulindosis zwischen den beiden Patientengruppen. Patienten unter MTH erhielten signifikant mehr Volumen in den ersten 24 h (4800 vs. 3500 ml/24 h; p = 0,0001) und benötigten eine höhere Dosis an Noradrenalin (2 vs. 0 mg/24 h; p = 0,02). Die Diurese war im Vergleich zur Kontrollgruppe nicht unterschiedlich (2075 vs. 2025 ml; p = 0,93).

Schlussfolgerung

Unsere Daten legen einen höheren Bedarf an Volumensubstitution und Noradrenalin unter MTH nahe. Ein Laktatmonitoring scheint auch in dieser Patientengruppe möglich und sinnvoll.

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