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Suizidalität im Alter

  • 25.02.2022
  • CME
Erschienen in:

Zusammenfassung

Ältere Menschen haben im Vergleich zu allen anderen Altersgruppen das höchste Suizidrisiko. Äußerungen, nicht mehr leben zu wollen, finden sich häufig. Die meist multifaktoriellen Hintergründe reichen teilweise weit in die Lebensgeschichte zurück. Einschränkungen aufgrund körperlicher Erkrankungen, psychischer Erkrankungen und sozialer Probleme leisten einen entsprechenden Beitrag. Ärzte sind häufig Ansprechpartner, obwohl viele ältere Menschen die direkte diesbezügliche Kommunikation vermeiden. Es gilt, indirekte Hinweise wahrzunehmen und aktiv anzusprechen, denn Suizidalität ist auch im höheren Lebensalter veränderbar. Suizidprävention umfasst die multimodale Behandlung der körperlichen und psychischen Erkrankung, einschließlich der (Re‑)Aktivierung von Ressourcen. Sie setzt aber auch schon vorher auf gesellschaftlicher Ebene an, wenn differenzierte Altersbilder kommuniziert, gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen praktiziert und Lebensqualität bis zuletzt aufrechterhalten wird.
Titel
Suizidalität im Alter
Verfasst von
Prof. Dr. Reinhard Lindner
Arno Drinkmann
Barbara Schneider
Uwe Sperling
Tillmann Supprian
Publikationsdatum
25.02.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie / Ausgabe 2/2022
Print ISSN: 0948-6704
Elektronische ISSN: 1435-1269
DOI
https://doi.org/10.1007/s00391-022-02030-w
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