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11.02.2016 | Originalien | Ausgabe 3/2017

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 3/2017

Subjektive Restlebenszeit und vorsorgende Umzugsplanung in der zweiten Lebenshälfte

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Anja Beyer, Roland Rupprecht, Frieder R. Lang

Zusammenfassung

Hintergrund

Obwohl viele Menschen möglichst lange in der gewohnten Wohnumgebung verbleiben wollen, setzen sie sich dennoch mit der eigenen Wohnzukunft auseinander. Denn Wohnen im Alter steht im Spannungsfeld zwischen Kontinuität und Reagieren auf altersbedingte Veränderungen. In diesem Zusammenhang ist der Einfluss der subjektiven Restlebenszeit auf die Zukunftsplanung, etwa bezogen auf die eigene Wohnsituation, wenig erforscht.

Ziel der Arbeit

Dieser Beitrag geht der Frage nach, welchen Einfluss die Wahrnehmung des eigenen Zeithorizonts auf die Planung eines möglichen Umzugs und dessen zeitliche Einordnung im Lebensverlauf hat.

Material und Methoden

Daten aus einer postalischen Befragung von 2156 Personen ab 50 Jahren zu ihren Wünschen und Planungen für das eigene Alter konnten ausgewertet werden. Hierbei wurden auch die Umzugsplanung und die subjektive Restlebenszeit erfasst. Die Teilnehmer waren durchschnittlich 65,5 Jahre alt (SD  ±  9,7 Jahre, Range 50 bis 94 Jahre); es waren 51,1 % der Teilnehmer weiblich.

Ergebnisse

Etwa 39 % der Befragten erwägen im weiteren Lebensverlauf einen Umzug. Es zeigte sich, dass neben Soziodemografie, Wohnsituation und Gesundheit auch die subjektive Restlebenszeit Einfluss auf die Umzugsplanung im Alter und deren zeitliche Einordnung im weiteren Lebensverlauf hat. Personen, die eine geringe Restlebenszeit angeben, erwägen einen Umzug in einem höheren Alter (abwartende Planung) als Personen, die mehr Restlebenszeit verspüren. Deren zeitliche Einordnung einer eher vorsorgenden Umzugsplanung ist in jüngeren Jahren verankert.

Schlussfolgerungen

Gedanken zur eigenen Wohnzukunft im Alter sollten nicht nur nach den Inhalten, sondern auch im Zusammenhang mit dem eigenen Zeithorizont und der Einordnung in den individuellen Lebensverlauf betrachtet werden. Dies kann Beratungs- und Entscheidungssituationen unterstützen.

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