Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben
Verstehen, Anwenden, Nutzen für die Praxis
- 2023
- Studium
- Buch
- Herausgegeben von
- Valentin Ritschl
- Roman Weigl
- Tanja Stamm
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
Über dieses Buch
In diesem Lehrbuch erhalten Studierende von gesundheitsbezogenen Studiengängen einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Forschungsmethoden in den Gesundheitswissenschaften. Eignet sich für die Erforschung von Wirksamkeitsbelegen einzelner Interventionen eher die Durchführung einer quantitativen oder einer qualitativen Studie? Was muss bei der Auswahl passender Assessments beachtet werden? Was sind die häufigsten Fehler beim Schreiben eines Abstracts und wie kann ich sie vermeiden? Das erfahrene Autorenteam liefert Ihnen die Antworten!
Aus dem Inhalt:
Grundlagen zu Forschung und anwendungsbezogener Wissenschaft in GesundheitsberufenQualitative und quantitative Forschung, Reviews, Assessments, ICF-basierte Forschungsmethoden u.a.Themenfindung und Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Plus: Checklisten zum Fragebogendesign und Vorlage zur Erstellung eines Critical Appraised Topics
Überwinden Sie Ihre Ängste und gewinnen Sie Sicherheit für Forschung, wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Grundlagen der Forschung
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Kapitel 1. Grundlagenbezogene und anwendungsbezogene Wissenschaft in den Gesundheitsberufen
Susanne PerkhoferZusammenfassungDer Schwerpunkt dieses Kapitels liegt in der Einführung und Präsentation des aktuellen Stands von Wissenschaft und Forschung in den Gesundheitsberufen. Die Bedeutungen von grundlagenbezogener und anwendungsbezogener Wissenschaft und deren Beziehung zur praktischen Anwendung werden vermittelt. Entwicklungsgeschichtlich gesehen sind Wissenschaft und Forschung eng mit der Akademisierung einer Profession verbunden. Wissenschaft und Forschung zu betreiben und zu lehren sind die zentralen Aufgaben von Universitäten und Fachhochschulen. Kennzeichnend sind das Betreiben von Forschung, das Generieren von Theorie, die Verbreitung von gewonnenen Erkenntnissen in Form von wissenschaftlichen Publikationen oder Vorträgen sowie das Heranführen zukünftiger Berufsangehöriger an das wissenschaftliche Arbeiten. -
Kapitel 2. Forschungsprozess
Roman WeiglZusammenfassungDer Schwerpunkt dieses Kapitels liegt in der Darlegung der Grundzüge des Forschungsprozesses aus dem Blickwinkel der Gesundheitswissenschaften und Gesundheitsprofessionen. Die einzelnen Stufen des Forschungsprozesses werden detailliert und unabhängig von der jeweils verwendeten Forschungsmethode und unabhängig davon, ob es sich um einen qualitativen oder quantitativen Ansatz handelt, beschrieben. Dies beinhaltet die Konkretisierung und Ausformulierung einer Forschungsfrage (bis hin zu einer möglichen Hypothese), Verbindung der Fragestellung mit der bisherigen Theorie, Auswahl des für die Beantwortung der Fragestellung am besten geeigneten Forschungsdesigns, Definition des Samples bzw. Darlegung möglicher Strategien zur Auswahl der Teilnehmer*innen, Datensammlung, Datenanalyse, Interpretation der Ergebnisse (inklusive der Frage nach der Güte der Ergebnisse im Sinne von Reliabilität und Validität), Dissemination der Ergebnisse und Verknüpfung der Ergebnisse im Sinne der Weiterentwicklung der Theorie. -
Kapitel 3. Besonderheiten der Forschung im Gesundheitswesen
Tanja Stamm, Gabriele Karner, Jutta Kutrovátz, Valentin Ritschl, Susanne Perkhofer, Gerhard Tucek, Roman WeiglZusammenfassungForschung in den nicht ärztlichen Gesundheitsberufen ist in vielen Ländern außerhalb des deutschsprachigen Raums bereits selbstverständlich. Aber auch in diesen Ländern unterscheidet sich der Forschungsbereich der nicht ärztlichen Gesundheitsberufe von vielen anderen Forschungsbereichen dadurch, dass es keine lange zurückreichenden Forschungstraditionen gibt und es sich daher meist um sogenannte „junge“ Forschungsfächer handelt. Unabhängig vom Vorliegen einer eigenen Disziplin oder von der Frage, ob es sich um Grundlagenforschung oder angewandte Forschung handelt, müssen in Wissenschaft und Forschung bestimmte gesetzliche Anforderungen erfüllt und Auflagen eingehalten werden. Dazu zählen Anforderungen an die Forschungsethik, den Datenschutz und die Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese werden in diesem Kapitel mit speziellem Bezug zu den nicht ärztlichen Gesundheitsberufen beschrieben.
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Forschungsmethoden
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Kapitel 4. Die richtige Methode wählen
Valentin Ritschl, Barbara Prinz-Buchberger, Ulrike Ritschl, Tanja StammZusammenfassungUm eine Fragestellung bestmöglich zu beantworten, ist es wichtig die richtige Methode zu wählen. Dies kann eine Herausforderung darstellen. In diesem Kapitel wird ein grafischer Entscheidungsbaum vorgestellt, der den Prozess der Entscheidungsfindung visuell unterstützen soll. In diesem Zusammenhang werden zwei methodische Fragen beantwortet: Kann die Forschungsfrage aus der Literatur heraus beantwortet werden oder muss sie empirisch (z. B. mit quantitativen oder qualitativen Methoden) erarbeitet werden? Welches Forschungsdesign eignet sich im Rahmen der Entscheidungsfindung am besten zur Beantwortung der Fragestellung? -
Kapitel 5. Stichprobenverfahren und Stichprobengröße
Valentin Ritschl, Tanja StammZusammenfassungGut gewählte Stichprobenverfahren und ausreichende Stichprobengrößen bestimmen wesentlich das Ergebnis der eigenen Forschungsprojekte mit. Die erhobenen Daten können nur so gut sein wie die Datenquellen – selbst die ausgefeilteste Datenanalyse kann ungünstige Daten nur bedingt verbessern. In diesem Kapitel werden die Grundzüge ausgewählter Formen des Stichprobenverfahrens beschrieben sowie die Rahmen der Stichprobengrößen diskutiert. -
Kapitel 6. Qualitative Forschung
Susanne Perkhofer, Verena Gebhart, Gerhard Tucek, Frederick J. Wertz, Roman Weigl, Valentin Ritschl, Helmut Ritschl, Barbara Höhsl, Barbara Prinz-Buchberger, Tanja Stamm, Julie Sascia Mewes, Martin Maasz, Susanne M. Javorszky, Christine Chapparo, Verena C. Tatzer, Petra Plunger, Elisabeth Reitinger, Katharina HeimerlZusammenfassungMöchte die Forscherin oder der Forscher Meinungen, Erfahrungen, Einstellungen, Werte oder Ähnliches erforschen, so muss ein qualitativer Forschungsansatz gewählt werden. In diesem Kapitel werden qualitative Methoden und Datenerhebungsinstrumente vorgestellt und diskutiert, die häufig in den Gesundheitswissenschaften angewandt werden. Zusätzlich werden unterschiedliche Methoden zur Steigerung der Genauigkeit und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse bei qualitativen Studien beschrieben. -
Kapitel 7. Quantitative Forschung
Susanne Perkhofer, Tanja Stamm, Valentin Ritschl, Claudia Hundsdorfer, Andreas Huber, Heidi Oberhauser, Roman Weigl, Andreas Jocham, Bernhard Guggenberger, Sabrina NeururerZusammenfassungDie quantitative empirische Forschung hat ihren Ursprung im naturwissenschaftlichen Bereich und ist deduktiv, d. h., sie prüft Theorien bzw. Hypothesen. Ihr Anspruch ist es, (am besten) über standardisierte Methoden eine Fragestellung mittels „harter Daten“ (Zahlen) zu klären. Die daraus resultierende wissenschaftliche Aussage zielt darauf ab, eine allgemeingültige Aussage zu tätigen, die auch nomothetisch genannt wird. -
Kapitel 8. Übersicht über bestehende Literatur: (Literatur) Reviews
Valentin Ritschl, Lisa Sperl, Tanja Stamm, Peter Putz, Agnes SturmaZusammenfassungWenn das Ziel eines Forschungsprojekts darin besteht, sich mit bereits bestehender Literatur kritisch auseinanderzusetzten, dann eignen sich dafür unterschiedliche Formen von Literaturstudien und Reviews. Dieses Kapitel gibt einen Einblick in die verschiedenen Arten von Reviews, wie z. B. systematische Reviews, Meta-Analysen und Scoping Reviews, sowie in deren Durchführung und ihre Bedeutung als eigenständige Forschungsmethode. -
Kapitel 9. Weitere Forschungsmethoden
Kathrin Malfertheiner, Helmut Ritschl, Valentin Ritschl, Michaela Stoffer, Anna BösendorferZusammenfassungNicht immer können Fragestellungen mit qualitativen oder quantitativen Forschungsmethoden beantworten werden. In diesem Kapitel werden drei weitere Forschungsmethoden, die sowohl qualitative als auch quantitative Elemente enthalten (z. B. klinische Behandlungspfade, Methoden Mix und Delphi-Studien), vorgestellt, die Durchführung beschrieben und ihre Bedeutung diskutiert. -
Kapitel 10. ICF-basierte Forschung
Ursula M. CostaZusammenfassungInternationale und/oder interdisziplinäre Forschungsprojekte benötigen einen gemeinsamen Bezugsrahmen. Im Gesundheitsbereich bietet sich hier vor allem die Internationale Klassifikation von Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (2001) an. In diesem Kapitel wird die ICF vorgestellt, unterschiedliche Möglichkeiten der Nutzung im Forschungsbereich werden aufgezeigt und diskutiert. -
Kapitel 11. Assessments
Erna SchönthalerZusammenfassungInhaltliche Überlegungen, Methoden der Erhebung und die psychometrischen Eigenschaften sind wichtige Entscheidungsparameter für die Wahl eines Assessments. Das Kapitel vermittelt Grundlagen für die kritische Bewertung von Assessments und erleichtert damit den Entscheidungsprozess in der Praxis und in der Forschung. Quellen für die Suche nach Assessments und eine Checkliste am Ende des Kapitels erleichtern das Auffinden und Bewerten. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der Reliabilität, Validität und Praktikabilität. Zusätzlich werden die kulturelle Validität und die Responsivität von Assessments beschrieben.
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Anwendung in der Praxis
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Kapitel 12. Themenfindung und Recherche
Valentin Ritschl, Erika Mosor, Ulrike Ritschl, Tanja Stamm, Lisa Sperl, Agnes SturmaZusammenfassungIn jedem Forschungsprojekt stellt sich die Frage nach dem passenden Forschungsansatz, nach Voraussetzungen und Zielsetzungen. In diesem Kapitel wird auf unterschiedliche philosophische Herangehensweisen, vorbereitende Überlegungen, wie z. B. Forschungsstand, Forschungslücke und Forschungsfrage, eingegangen. Im letzten Abschnitt werden die Teile eines Proposals oder Konzepts beschrieben. -
Kapitel 13. Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Valentin Ritschl, Larisa Baciu, Tanja StammZusammenfassungJede wissenschaftliche Arbeit ist nach einem gewissen Schema aufgebaut, das von Hochschule zu Hochschule variieren kann. Dieses Kapitel wird auf den prinzipiellen Aufbau von wissenschaftlichen Veröffentlichungen/Abschlussarbeiten eingegangen und der Inhalt der einzelnen Kapitel beschrieben. Zudem werden Literaturverwaltungsprogramme vorgestellt, insbesondere um das Zitieren zu vereinfachen. Im letzten Abschnitt wird auf die Thematik des Schreibstils eingegangen, und Vorschläge für eine mögliche Publikation werden diskutiert. -
Kapitel 14. Wissenschaft praktisch – evidenzbasierte Praxis
Valentin Ritschl, Tanja Stamm, Gerold UnterhumerZusammenfassungIm letzten Kapitel dieses Buches wird auf den Nutzen der Wissenschaft für die Praxis auf Grundlage der evidenzbasierte Praxis (EBP) eingegangen. EBP bezeichnet das Treffen von therapeutischen/diagnostischen Entscheidungen unter Miteinbezug der jeweils besten verfügbaren Evidenz. Der Begriff „Evidenz“ bezieht sich auf den wissenschaftlichen Beweis aus entsprechenden qualitativ hochwertigen Studien.
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Backmatter
- Titel
- Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben
- Herausgegeben von
-
Valentin Ritschl
Roman Weigl
Tanja Stamm
- Copyright-Jahr
- 2023
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Electronic ISBN
- 978-3-662-66501-5
- Print ISBN
- 978-3-662-66500-8
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-662-66501-5
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