Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

02.02.2018 | Leitthema | Ausgabe 3/2018

Notfall +  Rettungsmedizin 3/2018

Standardisierte Einsatzdokumentation in der psychosozialen Notfallversorgung

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 3/2018
Autoren:
Prof. Dr. T. Hering, Dr. J. Helmerichs
Wichtige Hinweise

Redaktion

J. Breckwoldt, Zürich
U. Janssens, Eschweiler

Zusammenfassung

Hintergrund

Einsätze in der psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) werden bislang heterogen dokumentiert. In Forschungsprojekten und im Konsensusprozess zur Qualitätssicherung in der PSNV wurde die Notwendigkeit der Dokumentation von PSNV-Einsätzen betont. PSNV-Einsatzprotokolle sollten ein Bild von Einsätzen in der PSNV liefern, für Evaluation und wissenschaftliche Analysen nutzbar sein sowie Einsatzkräfte und Betroffene (sozial-)rechtlich absichern. Die Studie identifiziert Gegenstandsbereiche, beschreibt Modelle einer organisations- und bundesweiten Vergleichbarkeit, diskutiert Schnittmengen und Unterschiede bei der Protokollierung von PSNV-B- und -E-Einsätzen.

Methode

Wissenschaftliche Publikationen, Dokumente des Konsensusprozesses PSNV und 4 Einsatzprotokolle, die von PSNV-Anbietern nach Aufruf bereitgestellt wurden, werden analysiert.

Ergebnisse

In den Veröffentlichungen und Dokumenten werden 6 Anforderungen an PSNV-Einsatzprotokolle erkennbar: Dokumentation des Einsatzes, rechtliches Absichern betreuter Personen und PSNV-Kräfte, Nutzung für Evaluation und wissenschaftliche Analysen, Wahrung des Datenschutzes und bundeseinheitliche Dokumentation. Informationen aus PSNV-Einsätzen sollten in 6 Gegenstandsbereichen dokumentiert werden: einsatztechnische Grunddaten, Einsatzindikation, Angaben zu betreuten Personen, Maßnahmen und Verlauf, Weitervermittlung an andere Versorgungseinrichtungen und die Sicht der PSNV-Kraft. Die PSNV-Einsatzdokumentation aus PSNV-B- (direkt Betroffene wie Notfallopfer, Angehörige, Hinterbliebene, Vermissende, Zeugen) und PSNV-E-Einsätzen (Einsatzkräfte) könnten organisationsübergreifend und bundesweit einheitlich erfolgen. Arbeits-, versorgungs- und datenschutzrechtliche Fragen müssten geklärt werden.

Diskussion

Die Ergebnisse konkretisieren Empfehlungen aus dem PSNV-Konsensusprozess. Unter Einbeziehung von PSNV-Akteuren, Fachgesellschaften und (Hilfs‑)Organisationen müsste ein abgestimmtes Musterprotokoll entwickelt, in Modellregionen erprobt und dies wissenschaftlich begleitet werden. Auf Erfahrungen aus dem Einwicklungsprozess bundeseinheitlicher Notarzt- und Rettungsdiensteinsatzprotokolle sollte zurückgegriffen werden.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 3/2018

Notfall +  Rettungsmedizin 3/2018 Zur Ausgabe

Mitteilungen des BV ÄLRD

Mitteilungen des BV ÄLRD