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12.04.2018 | Originalien

Spiritualität im höheren Lebensalter als dynamische Alter(n)saufgabe

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Autoren:
Anna Janhsen, Heidrun Golla, Vanessa Romotzky, Christiane Woopen

Zusammenfassung

Hintergrund

Eine Vielzahl von Studien belegt den positiven Einfluss von Spiritualität im Umgang mit schwierigen Lebenssituationen. Studien zur Spiritualität im höheren Lebensalter stellen in der deutschsprachigen gerontologischen Forschungslandschaft allerdings eine Ausnahme dar. In der Theorie der Gerotranszendenz von Tornstam finden sich jedoch Hinweise darauf, dass spirituelle Selbst- und Weltdeutung gerade im höheren Lebensalter aufgrund einer Perspektivverschiebung von besonderer Relevanz auch für die Aufrechterhaltung von Lebenszufriedenheit ist.

Ziel der Arbeit

Diese Arbeit verfolgt die Forschungsfragen, wie sich Spiritualität in der Hochaltrigkeit (80 Jahre und älter) präsentiert und inwiefern diese Ausprägung spezifisch für das höhere Lebensalter ist.

Material und Methode

Es wurden problemzentrierte Interviews mit 20 Hochaltrigen durchgeführt, die mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Ergebnisse

Spiritualität selbst stellt kein Spezifikum des höheren Alters dar. In ihrer Ausprägung ist sie jedoch als existenzieller Prozess der Transformation und Wandlung durch Sozialisationsprozesse und biografische Erlebnisse und Erfahrungen über den Lebenslauf hinweg geprägt sowie durch Subjektivierungs- und Individualisierungsprozesse charakterisiert. Zudem kommt den mit ihr verbundenen existenziellen Fragen gerade im höheren Alter eine besondere Relevanz und Dringlichkeit zu, die sich auf affektiven, reflexiven und performativen Dimensionen ausdrückt und in ihren Antworten zwischen Fragilität und Kontinuität changiert.

Schlussfolgerung

Spiritualität hochaltriger Menschen ist als (Zwischen-)Ergebnis der über den Lebensverlauf gemachten Erfahrungen und Erlebnisse vor dem Hintergrund der jeweiligen Sozialisation und individuellen existenziellen Selbst- und Weltdeutung differenziert. Als entsprechend dynamisch und heterogen ist sie in Forschung und Praxis zur Förderung des Wohlbefindens im höheren Lebensalter wahrzunehmen.

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Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

• Themenbezogene Hefte behandeln Fragen der Gerontologie, der Biologie und Grundlagenforschung des Alterns und der geriatrischen Forschung

• Erweitert mit Beiträgen zu Therapie, Psychologie und Soziologie sowie der praktischen Altenpflege.  

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Literatur
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