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01.06.2016 | Beiträge zum Themenschwerpunkt | Ausgabe 4/2016 Open Access

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 4/2016

Sollten Assistenzroboter eine „Persönlichkeit“ haben?

Potenzial simplifizierter Roboterpersönlichkeiten

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 4/2016
Autoren:
Dipl.-Ing. Peter Mayer, Paul Panek

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Forschungsprojekt „HOBBIT“ der Europäischen Union (EU) hat Prototypen von assistiven Robotern zur Unterstützung eines sicheren und selbstständigen Lebens entwickelt und bei älteren Personen in der häuslichen Umgebung Hause getestet.

Ziel der Arbeit

Im Projekt „personAAL“ wurde untersucht, ob verschiedene Verhaltensweisen eines solchen Roboterprototyps („Persönlichkeiten“) bei ansonsten gleicher Funktion (Überbringen einer Nachricht) von Testpersonen (TP) als unterschiedliche „Persönlichkeiten“ wahrgenommen werden.

Material und Methoden

Der Roboter wurde mit 2 Verhaltensweisen ausgestattet: einmal introvertiert (rein funktionsorientiert, nüchtern sachlich) und das andere Mal extrovertiert (lebendig, angereichert) und 13 Testpersonen (großteils älteren Personen bzw. Experten und Expertinnen aus dem Pflegebereich) vorgeführt.

Ergebnisse

Zwölf der 13 TP nahmen den Unterschied im Verhalten wahr. Eine TP präferierte den introvertierten Roboter, 9 den extrovertierten, und 3 hatten keine Präferenz oder machten diese von der konkreten Situation abhängig. Die Auswertung ergab bei den Teilfragen „Anthropomorphismus“ und „Belebtheit“ sowie in der Gesamtbewertung signifikante Wahrnehmungsunterschiede. Bemerkenswert ist, dass für die Teilfragen „Sympathie“ und „Sicherheit“ keine signifikanten Unterschiede festgestellt wurden. Es gab keinerlei signifikante Korrelation zwischen dem bevorzugten Verhalten des Roboters und der Selbsteinschätzung der TP als intro- oder extrovertiert.

Schlussfolgerung

Aus dem Ergebnis kann vermutet werden, dass die Akzeptanz eines Roboters nicht rein von der nüchternen Funktion, die natürlich Voraussetzung ist, abhängt. Daher wird es sinnvoll sein, für eine höhere Akzeptanz verschiedene Verhaltensweisen zur Wahl zu stellen.

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Literatur
Über diesen Artikel

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