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08.05.2017 | Nachrichten

Sichere Patientenkommunikation: „Darüber müssen wir reden“

Am 4. und 5. Mai 2017 fand in Berlin die 12. Jahrestagung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS) statt. Sie stand unter dem Motto „Darüber müssen wir reden“ – Patientensicherheit und Kommunikation.

Ärzte führen Tausende von Gesprächen – und müssen ihren Patienten auch schlechte Nachrichten überbringen. Gerade dann ist eine intensive Kommunikation wichtig, denn schnell können Ängste entstehen. Studien zeigen, dass gute Arzt-Patienten-Gespräche zu besseren Behandlungsergebnissen führen. Demzufolge gefährdet eine unzureichende Kommunikation die Patientensicherheit.

Nicht nur Arzt-Patienten-Gespräche, sondern auch der Austausch zwischen Ärzten und Pflegenden spielt im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle. „Alle Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen – und insbesondere diejenigen auf der Führungsebene – tragen die Verantwortung für eine gute Sicherheitskultur in der Patientenversorgung“, sagt Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS. „Dazu gehört auch eine Atmosphäre, in der angstfrei gesprochen werden kann.“ Es sei wichtig, in jeder Hierarchie kritische Themen und Schwachstellen benennen zu können.

Über 100 Referenten gaben auf der Tagung Anregungen und Erfahrungswerte für eine gelungene Kommunikation im Gesundheitswesen. Dabei beleuchten sie auch neuere digitale Kommunikationswege wie soziale Netzwerke. Neben Vorträgen standen praktische Übungen auf dem Programm: Mehr als 20 Workshops behandeln ganz verschiedene Aspekte der Kommunikation im Gesundheitswesen. So zeigen Referenten etwa, wie Schüler und Studenten eine gute Kommunikation schon in der Ausbildung und im Studium lernen und üben können.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Deutschen Preises für Patientensicherheit. Aus über 40 eingereichten Projekten sind besonders nachhaltige Best-Practice-Beispiele ausgewählt worden. Sieger wurde eine Initiative zur Erhöhung der Rezeptqualität des Universitätsklinikums Heidelberg. (how)