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11.06.2018 | Leitthema

Sepsis-3-Definition − Ein Fortschritt?

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin
Autor:
Prof. Dr. F. M. Brunkhorst
Wichtige Hinweise

Redaktion

M. Christ, Luzern
F. Brunkhorst, Jena

Zusatzmaterial online

Die Online-Version dieses Beitrags (https://​doi.​org/​10.​1007/​s10049-018-0467-y) enthält eine weitere Tabelle mit einer Übersicht über Sepsis-3-Validierungsstudien von 2016–2017. Beitrag und Zusatzmaterial stehen Ihnen im elektronischen Volltextarchiv auf http://​www.​springermedizin.​de/​notfall-und-rettungsmedizin zur Verfügung. Sie finden das Zusatzmaterial am Beitragsende unter „Supplementary Material“.

Zusammenfassung

Die Mehrzahl der seit Februar 2016 publizierten Validierungsstudien bestätigen die Ergebnisse der Sepsis-3 Task Force und belegen, dass der qSOFA-Score (Quick Sequential Organ Failure Assessment Score) ein geeigneter Parameter ist, um Patienten mit Infektionsverdacht auf das Vorliegen einer Sepsis zu screenen. Die SIRS-Kriterien (SIRS: systemisches inflammatorisches Response-Syndrom) sind weiterhin sinnvoll in der Diagnose der zugrunde liegenden Infektion. Verglichen mit einem qSOFA-Score von 0 Punkten oder 1 Punkt haben Patienten mit einem qSOFA-Score von 2 und 3 Punkten ein 3 bis 14-fach erhöhtes Risiko zu versterben. Die Sepsis-3 Task Force hat jedoch empfohlen, die Behandlung nicht zu verzögern, bis die Patienten 2 oder mehr qSOFA-Kriterien erfüllen. Weitere prospektive Studien müssen zeigen, ob eine längsschnittliche und wiederholte Anwendung des qSOFA im intraindividuellen Verlauf sinnvoll ist. Darüber hinaus wäre eine prospektive kontrollierte Studie, die den klinischen Nutzen des qSOFA im Vergleich zu einer Standardbehandlung hinsichtlich harter Outcome-Parameter untersucht, von Bedeutung.

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Zusatzmaterial
Zusätzliche Tabelle: Übersicht über Sepsis-3 Validierungsstudien
10049_2018_467_MOESM1_ESM.pdf
Literatur
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