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04.01.2021 | Schwangerschaft | Nachrichten

Sendeschluss – Aus für „Babyfernsehen“

Seit Januar sind medizinisch nicht begründete Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft wie das sogenannte Babyfernsehen verboten. Damit sollen Föten vor unnötiger Strahlenbelastung geschützt werden.

Bei werdenden Eltern äußerst beliebt: Gestochen scharfe Aufnahmen und Videos vom Ungeborenen. Moderne Ultraschallverfahren machen es möglich. Als „Babyfernsehen“ oder „Babykino“ wurden sie bisher von vielen gynäkologischen Praxen als Selbstzahler-Leistungen (IGeL) angeboten. Damit ist jetzt Schluss. Eine am 1. Januar in Kraft getretene neue Verordnung im Strahlenschutzgesetz untersagt diese Angebote. Darauf verweist der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS), der über das von ihm getragene Portal „IGeL-Monitor“ auch Selbstzahler-Leistungen bewertet.  

Unnötige Risiken vermeiden

Bei der Anwendung von Ultraschallgeräten zu nicht-medizinischen Zwecken darf ein Fötus nicht exponiert werden, heißt es im Strahlenschutzgesetz. Beim Fötus handele es sich um eine „schutzbefohlene Person“, die der Untersuchung und den damit verbundenen möglichen Nebenwirkungen nicht zustimmen könne und selbst keinen Nutzen aus der Untersuchung ziehe. Die für die Bildgebung notwendigen hohen Ultraschallintensitäten seien mit einem potenziellen Risiko für das Ungeborene verbunden.

Unberührt von dieser Regelung bleiben Ultraschalluntersuchungen, die medizinisch notwendig sind. Laut Mutterschaftsrichtlinie haben schwangere Frauen Anspruch auf drei Ultraschall-Termine. Bei Auffälligkeiten werden auch weitere Untersuchungen von den Kassen übernommen. (ne)

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