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01.05.2016 | Schmerz | Ausgabe 2/2016

HeilberufeScience 2/2016

Bewusstseinsbildung der Pflegepersonen durch Schulungen am Beispiel des Schmerzmanagements bei sterbenden Patienten

Zeitschrift:
HeilberufeScience > Ausgabe 2/2016
Autoren:
Sabine Ruppert, Patrik Heindl, Vlastimil Kozon

Zusammenfassung

Hintergrund

Schmerzmanagement bei sterbenden Patienten ist ein Hauptanliegen der Pflegepersonen, die aufgrund ihrer Nähe zu den Patienten die Auswirkungen von inadäquater Schmerztherapie direkt wahrnehmen. Durch eine inadäquate Schmerztherapie können Leid, würdelose Situationen und manchmal sogar der Wunsch nach Euthanasie entstehen.

Ziel der Arbeit

Ziel dieser Interventionsstudie ist die Darstellung des Schmerzmanagements von sterbenden Patienten aus Sicht der Pflege. Durch gezielte Fortbildungen sollen sich die pflegerische Kompetenz im Hinblick auf die Schmerztherapie am Lebensende und der klinische Alltag verbessern.

Methode

Eine Interventionsstudie wurde über die Rolle der Pflege bei ethischen Entscheidungen durchgeführt. Die Datenerhebung fand mithilfe eines teilstrukturierten Fragebogens statt. Aufgrund der Ergebnisse wurde eine Fortbildung entwickelt und durchgeführt. Ein Jahr danach schloss sich eine Evaluation an.

Ergebnisse

Schmerztherapie wird bei sterbenden Patientinnen und Patienten häufiger als zuvor individuell orientiert durchgeführt. Pflegepersonen haben kaum Ängste, dass es durch eine adäquate medikamentöse Schmerztherapie zu einer Lebensverkürzung im Sinne der indirekten Sterbehilfe kommt. Die Zahl der Pflegepersonen, die über das Vorhandensein von Standards oder Richtlinien für die Schmerztherapie informiert sind, hat sich fast verdoppelt.

Schlussfolgerung

Die durchgeführten Fortbildungen haben zu Verbesserungen des Schmerzmanagements von sterbenden Patienten beigetragen. Um adäquates Schmerzmanagement bei sterbenden Patienten durchführen zu können, ist es wichtig, sich mit ethischen Prinzipien, Normen und Werten auseinanderzusetzen. Für die optimale Durchführung der Schmerztherapie bedarf es der Erstellung eines multidisziplinären Schmerzmanagementkonzepts.

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