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09.04.2020 | Sars-CoV-2 | Nachrichten

DBfK: Schichtzulage und mehr Urlaub für Pflegende

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Pflegende leisten einen erheblichen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert daher eine steuerfreie Schichtzulage sowie zusätzliche Urlaubstage als Ausgleich.

Wie der DBfK betont, tragen Pflegende ein erhöhtes Infektionsrisiko, müssen voraussichtlich noch über Wochen Überstunden leisten und eine Notfallsituation bewältigen. „Die besondere Belastung muss sich auch auf dem Gehaltszettel widerspiegeln“, so DBfK-Präsidentin Christel Bienstein.

Kurzfristig fordert der DBfK während der Pandemie eine steuer- und sozialversicherungsbeitragsfreie Zulage von 75 Euro pro Schicht für alle Pflegefachpersonen. Finanziert werden soll diese aus Steuermitteln. Darüber hinaus sollten alle Mitarbeitenden in den betroffenen Bereichen fünf zusätzliche Urlaubstage für 2020 erhalten. Diese könnten nach Abklingen der Pandemie genommen und durch Aufstockung der Personalkapazitäten ausgeglichen werden.

Höhere Vergütung in der Pflege „überfällig“

Bienstein machte aber auch deutlich, dass nach der Pandemie sowohl die Arbeitsbedingungen als auch das Einkommen in der Pflege spürbar besser werden müssen. Dies sei „überfällig“. So hält der DBfK ein Einstiegsgehalt für Pflegefachpersonen in Höhe von 4.000 Euro brutto für angemessen. Bienstein: „Wir fordern deshalb die Tarifparteien auf, Verhandlungen mit dieser Zielvorgabe aufzunehmen.“

Auch die Länder wollen den Einsatz der Pflegenden in der Coronakrise honorieren. So sollen Pflegekräfte und Sanitäter in Bayern einen 500-Euro-Bonus erhalten. Schleswig-Holstein will Pflegekräften einen einmaligen Bonus in Höhe von 1.500 Euro zahlen, falls es nicht zu einer bundeseinheitlichen Regelung kommt. (ne)

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