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04.08.2021 | Sars-CoV-2 | Nachrichten

RKI: Pflegeeinrichtungen auf Herbst vorbereiten

Pflegeheime waren in den ersten Wellen der Pandemie am stärksten von Corona-Ausbrüchen betroffen. Damit sich dies nicht wiederholt, rät das Robert Koch-Institut (RKI), frühzeitig präventive Maßnahmen für die vierte Welle zu treffen.

Auch im kommenden Herbst und Winter rechnet das RKI mit besonderen Anforderungen in der ambulanten und stationären Pflege durch COVID-19. Mit zunehmendem zeitlichem Abstand zur Impfung könnte es bei hochbetagten Menschen vermehrt zu Impfdurchbrüchen kommen, heißt es in einem Strategiepapier. Dadurch seien auch schwere COVID-19 Ausbrüche in den Pflegeeinrichtungen möglich. Ebenso könnten Pflegende wieder verstärkt erkranken.

Notwendig sei daher eine „sorgfältige und umfassende Vorbereitung“. Die RKI-Wissenschaftler raten Pflegeeinrichtungen daher, u.a. die Personalressourcen zu stärken. Auch die technischen und organisatorischen Maßnahmen sollten geprüft und vorbereitet werden. Neben Maßnahmen zur Verbesserung der Raumluftqualität zählt das RKI dazu auch eine systematische Teststrategie zum Screening von Personal und Besuchern. Vor allem beim Personal könnten neben Antigentests auch die sensitiveren gepoolten PCR-Tests zum Einsatz kommen.

Darüber hinaus sollten für neu aufgenommene Bewohner und neue Mitarbeiter Impfangebote gegen SARS-CoV-2 und Influenza Implementiert werden. Boosterimpfungen, die bei nachlassender Immunität dieser vulnerablen Gruppe vor dem Herbst möglicherweise erforderlich sein werden, müssten vorbereitet werden.

bpa: Mit allen Mitteln gegen vierte Welle wappnen 

Angesichts der Warnung des RKI vor erneuten schweren Covid-19-Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen forderte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) am Montag, die dritte Impfung sofort in die Coronavirus-Impfverordnung aufzunehmen. Die Vorbereitung der Boosterimpfungen für Heimbewohner und Pflegende müsste „eher heute als morgen“ anlaufen.  

Schon jetzt müsse die Bestellung und Bevorratung der Vakzine auf den Weg gebracht werden, um eine zeitnahe erneute Durchimpfung zu ermöglichen.

„Gegen die prognostizierte vierte Welle müssen wir uns mit allen verfügbaren Mitteln wappnen“, betonte bpa-Präsident Bernd Meurer. „Wir dürfen nicht riskieren, dass die besonders vulnerablen Gruppen erneut der Gefahr ausgesetzt werden, sich mit dem Coronavirus zu infizieren und schwere oder gar tödliche Krankheitsverläufe zu erleiden.“

Auffrischimpfungen sollen ab September starten

Am Montagabend hat die Gesundheitsministerkonferenz den Weg für Auffrischimpfungen bei besonders vulnerablen Personen geebnet. Ab September 2021 sollen die Länder Pflegeeinrichtungen und anderen Einrichtungen mit besonders gefährdeten Gruppen Boosterimpfungen gegen COVID-19 anbieten. Auch vulnerable Personengruppen, die zu Hause leben, sollen dieses dritte Impfangebot erhalten. 

Ein Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hatte für die erste Welle der Pandemie eine Übersterblichkeit von 80% in den Pflegeheimen festgestellt. (ne)


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