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03.03.2021 | Sars-CoV-2 | Nachrichten

Personal vor Burnout – Entlastungsangebote gefordert

Der ständige Umgang mit Notfällen, Leid, Sterben und Tod in der Pandemie fordert seinen Tribut. Fachgesellschaften und Verbände rufen die Politik auf, schnellstmöglich für Entlastung der Mitarbeiter im Gesundheitswesen zu sorgen.

Mit dem dringenden Appell „Jetzt handeln: Personal im Gesundheitswesen vor Burnout!“ haben sich am Mittwoch verschiedene Fachgesellschaften, Berufsverbände und Stiftungen unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) an die Politik gewandt. Die Organisationen zeigen sich in „ernster Sorge“ um die Mitarbeiter im Gesundheitswesen und sehen akuten Handlungsbedarf.

Wie DGP-Präsidentin, Professor Claudia Bausewein, betont, führt die Corona-Pandemie in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung zur Überlastung der Gesundheitsfachkräfte. Seit einem Jahr seien sie dauerhaft zahlreichen Stressoren ausgesetzt.

„In Anbetracht dieser ununterbrochenen Konfrontation mit Notfallsituationen, teils leidvollem Sterben und Tod ist Entlastung für Gesundheitsfachkräfte durch den Einsatz psychosozialer Fachkräfte in Versorgungsbereichen mit hoher Belastung unerlässlich“, erklärt Dipl.-Psych. Urs Münch, Vizepräsident der DGP.

Darüber hinaus machen den Pflegenden und Ärzten auch die Ausfälle von Kollegen durch Covid-19-Erkrankungen oder Quarantäne, die Herausforderungen bei der Pflege beatmeter wie nicht beatmeter Covid-19-Patienten, das eigene Infektionsrisiko, Stigmatisierung und der erhöhte Betreuungsaufwand vereinsamter Menschen zu schaffen.

Entlastung und Prävention

Da strukturelle Schwachstellen wie der Mangel an Pflegekräften so schnell nicht behoben werden können, schlagen die Unterzeichner des Appells vorrangig Entlastungsangebote und präventive Maßnahmen vor. Dazu zählen psychologische, psychotherapeutische, soziale und spirituelle Unterstützung von Schwerstkranken und deren Zugehörigen. Unumgänglich sei außerdem präventive Hilfe für betroffene Gesundheitsfachkräfte.

Das in der Pandemie greifende Rahmenkonzept für den Schutz vor chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahren (CBRN) thematisiere zwar die psychosoziale Unterstützung für Professionelle, konkrete Ansätze zur Umsetzung fehlen aber, so die Kritik. Die unterzeichnenden Organisationen fordern daher die Politik auf, Entlastungslösungen für die besonders von COVID-19 betroffenen Bereiche zu finden, die auch den Grundsätzen des Rahmenkonzepts des CBRN-Schutzes entspricht. (ne)

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