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17.04.2020 | Sars-CoV-2 | Nachrichten

Diabetesberatung: Jetzt auch Videoschulungen ermöglichen

Menschen mit Diabetes zählen zur Risikogruppe bei Covid-19. Eine gute Blutzuckereinstellung ist jetzt für sie besonders wichtig. Doch notwendige Gruppenschulungen finden kaum noch statt. Diabetesberater wollen jetzt digitale Angebote schaffen.

Der Schulungsbedarf von Diabetikern pausiert nicht in der Corona-Krise. Darauf verweist der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD). Das gelte insbesondere bei neu auftretenden Diabeteserkrankungen, schwangeren Diabetespatientinnen oder bei akuten Episoden der Über- oder Unterzuckerung. Der VBDB verzeichnet sogar einen eher höheren Beratungsbedarf: „Die Patienten wissen, dass sie zur Risikogruppe zählen und kommen vermehrt mit Fragen auf uns zu“, so  VBDB-Vorsitzende Nicola Haller.

Eine Möglichkeit, die Patienten trotz Kontaktbeschränkungen weiter bei  ihrem Diabetesmanagement zu unterstützen, sieht der Verband in digitalen Schulungs- und Beratungskonzepten. „Solche Konzepte müssen jetzt zeitnah und unbürokratisch geprüft und genehmigt werden“, erklärt die Geschäftsführerin des VDBD , Gottlobe Fabisch. Die technischen Voraussetzungen für Videosprechstunden seien in vielen Schwerpunktpraxen und Privathaushalten vorhanden. Zuvor ist eine sichere Datenübertragung zu gewährleisten. Auch Abrechnungsmöglichkeiten müssen zügig geklärt werden.

Die Diabetesschulung ist eine der zentralen Säulen einer erfolgreichen Diabetestherapie. Der Behandlungsverlauf und das Ausmaß von Folgeschäden hängen ganz wesentlich von einer guten Blutzuckereinstellung ab. (ne)

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