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30.09.2016 | Originalien | Ausgabe 3/2018

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 3/2018

Regionales Versorgungskonzept Geriatrie im Kreis Lippe

Struktureffekte und Netzwerkbildung im Case Management-basierten Modellprojekt

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 3/2018
Autoren:
M. Sc. Charlotte Şahin, Olaf Iseringhausen, Kira Hower, Constanze Liebe, Anja Rethmeier-Hanke, Bernd Wedmann

Zusammenfassung

Hintergrund

Die komplexen Versorgungsbedarfe älterer, multimorbider Menschen in der eigenen Häuslichkeit sind in der regionalen Gestaltung der Gesundheitsversorgung besonders zu berücksichtigen. Klinikum Lippe und Ärztenetz Lippe haben im Kreis Lippe ein geriatrisches Versorgungsnetzwerk mithilfe eines sektorenübergreifenden Case Management für geriatrische Patienten in der eigenen Häuslichkeit entwickelt und erprobt.

Material und Methode

Die Etablierung des Versorgungsnetzwerks (Netzwerk- und Akzeptanzbildung, Implementation) wurde formativ evaluiert, u. a. mithilfe qualitativer Methoden. Anhand leitfadengestützter Experteninterviews wurden Daten erhoben und mit zusammenfassender, strukturierender Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.

Ergebnisse

Struktureffekte umfassen sektoren- und disziplinübergreifende Netzwerkbildung für ein arbeitsfähiges Versorgungsnetzwerk und einen geriatrischen Versorgungspfad. Maßgeblich dafür sind die praktische Arbeit der Case Managerinnen (CM) mit Patienten, Angehörigen und den Leistungserbringern sowie die Integration der Dienste in das Netzwerk. Entscheidend ist sowohl die Zusammenarbeit mit den Hausärzten als auch die enge Einbindung der Klinik für Geriatrie. Die Versorgungsqualität ist durch Informationsaustausch zwischen den Sektoren und Kontinuität im Versorgungsverlauf verbessert.

Schlussfolgerung

Das Netzwerk hat im Kreis Lippe die Versorgungsqualität verbessert und -strukturen vernetzt, wie es der Versorgungbedarf der Zielgruppe erfordert. Die integrative Perspektive wird insbesondere durch den geriatrischen Versorgungspfad und die Einbindung der Akteure in einen Kommunikations- und Versorgungsprozess erreicht. Das Versorgungsmodell konnte jedoch aufgrund des starren und zergliederten Systems noch nicht in die Regelversorgung überführt werden.

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Literatur
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