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08.04.2019 | Rahmenbedingungen | Nachrichten

Mehrkosten in Milliardenhöhe für die Pflege

Die von der Bundesregierung angestrebte bessere Bezahlung von Pflegekräften auf Tarifniveau würde nach einer Studie zu den möglichen Modellen, die das IGES-Institut für das Bundesgesundheitsministerium erstellt hat, jährlich zwischen 1,4 und 5,2 Milliarden Euro kosten. Das geht aus einem Bericht der „Bild am Sonntag“ hervor, der die Studie vorliegt.

Die günstigste Variante wäre demnach eine nach Regionen oder Bundesländern unterschiedliche tarifliche Bezahlung mit Kosten von mindestens 1,4 Milliarden Euro. Bei der teuersten Variante würden alle Gehälter bundesweit einheitlich an den Tarifvertrag im öffentlichen Dienst angepasst, was jährlich rund 5,2 Milliarden Euro mehr kosten würde. Dazwischen läge dem Bericht zufolge ein bundesweiter gestaffelter Mindestlohn mit Mehrkosten von 1,5 bis 2 Milliarden Euro. Eine Pflegehilfskraft würde dann bis 2500 Euro verdienen, eine Fachkraft bis zu 3200.

„Wenn wir die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessern wollen, müssen sie besser bezahlt werden“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Zeitung. „Egal, wofür wir uns entscheiden – das bedeutet spürbare Mehrkosten.“

Die privaten Pflegeanbieter wehren sich allerdings gegen eine bundesweit festgelegte Bezahlung. (dpa)

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